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Bützower Zeitung

19. Oktober 2017 | 00:06 Uhr

Bützow : Kleine Gruppen und neue Technik

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Tag der offenen Tür am Geschwister-Scholl-Gymnasium / Bis 28. Februar müssen sich die künftigen Schüler der Klasse 7 anmelden

von
erstellt am 23.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Wie viele Schüler sind in einer Klasse? Gibt es auch andere Sprachangebote? Können sich Schüler aussuchen, mit wem sie in einer Klasse lernen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten Eltern und Schüler am Sonnabend beim Tag der offenen Tür im Bützower Geschwister-Scholl-Gymnasium. Bis zum 28. Februar müssen Eltern von Schülern der Klasse 6 ihre Kinder für die weiterführende Schule anmelden. Am Sonnabend konnten sie sich einen Eindruck verschaffen, welche Angebote die Bützower Bildungseinrichtung bereithält.

Im Computerraum flitzen kleine Roboterautos über den Teppich, auf dem Flur im Erdgeschoss zeigen Mädchen, ganz in Schwarz gekleidet, bewegtes Theater, ein Projekt aus dem Wahlpflichtfach Darstellendes Spiel, im Bio-Raum präsentierten sich die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes, zeigten unter anderem an einer Puppe die Herzdruckmassage. Wie wirkt sich Werbung auf das Verbraucherverhalten aus? Eine Frage, mit der sich Schüler der Klasse 8 im AWT-Unterricht beschäftigen, erzählt Lehrerin Anja Strehlau. Dabei ist ein von den Schülern erstellter Werbefilm entstanden. Strehlau ist ganz begeistert, mit wie viel Kreativität ihre Eleven das umgesetzt haben. Die Besucher können sich das nun selbst anschauen und sich ein Bild machen.

32 Unterrichtsstunden haben die Eleven wöchentlich zu absolvieren, in der Regel täglich sechs, an einem Tag auch acht Stunden, erfahren die Eltern der künftigen Gymnasiasten. Neben Englisch können die Schüler zudem zwischen Französisch und Russisch als zweite Fremdsprache wählen. Wobei Bützow neben Teterow die einzige Schule im Landkreis sei, die noch Russisch anbietet, so Schulleiterin Birgit Samland. Jedoch würden sich etwa zwei Drittel eines Jahrgangs für Französisch entscheiden, weis Sprachlehrerin Jana Massing. Auf die Frage eines Vaters nach Spanisch muss Massing verneinen. Es fehle an entsprechenden Lehrern. Zudem müsse die Schule sichern, dass die Sprache mindest vier Jahre am Stück angeboten wird, wenn man sich für eine bestimmte Sprache entscheidet, so Birgit Samland. Unter dem Aspekt, dass jeder Schule nur eine bestimmte Stundenzahl zugeordnet werde, müsse das Kollegium immer genau hinschauen, welche Angebote es bereithält.

Die Kollegen des Bützower Gymnasiums haben sich zum Beispiel entschieden, in den Eingangsklassen 7 mit drei Klassen zu starten. Dafür verzichte man auf Nachhilfeunterricht. „Wir sagen, lieber kleinere Gruppen und dafür die individuelle Förderung in der Klasse“, so Birgit Samland. Bei stabilen Anmeldezahlen von um die 60 Schülern in den zurückliegenden Jahren, sei der Start mit drei Klassen auch immer möglich gewesen. Das ändere sich ab Klasse 9. Da könnten durch Schülerabgänge dann auch zwei etwas größere Gruppen entstehen. Bei der derzeitigen Klassenstufe 10 habe es aber nur einen Abgang gegeben, sodass bei 69 Schülern die drei Klassen gehalten werden konnten.

Und den möchte man immer wieder optimale Lernbedingungen bieten. Eine Aufgabe, bei der der Schulförderverein immer wieder mit unterstützt, wie dessen Vorsitzender Hagen Hoffmann erklärt. Gerade habe der ehrenamtlich tätige Verein eine Dokumentenkamera für rund 650 Euro organisiert. Das helfe zum Beispiel, Dokumente für alle Schüler sichtbar an eine Leinwand zu „werfen“. Doch die Kamera kann noch mehr. Sie kann zum Beispiel im Biologieunterricht auch an ein Mikroskop angeschlossen werden und so können klitzekleine Darstellungen für alle sichtbar vergrößert werden. „Eine zweite solche Kamera soll in den nächsten Wochen noch hinzukommen“, sagt Hoffmann. Der Schulförderverein macht sich da immer wieder auf die Suche nach Sponsoren, die solche Projekte unterstützten.

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