Bernitt/Baumgarten : Kitas und Hort unter einem Dach

Die Kindertagesstätte in Baumgarten soll in Trägerschaft des Amtes Bützow-Land wechseln.
Die Kindertagesstätte in Baumgarten soll in Trägerschaft des Amtes Bützow-Land wechseln.

Amt Bützow-Land soll zum 1. Januar 2018 die Trägerschaft für Einrichtungen in Bernitt und Baumgarten übernehmen

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23. Mai 2017, 21:00 Uhr

Die Kindertagesstätten in Bernitt und Baumgarten sollen künftig, voraussichtlich ab 1. Januar 2018, vom Amt Bützow-Land verwaltet werden. Die Gemeindevertreter von Bernitt stimmten dieser Initiative auf ihrer Sitzung in dieser Woche bereits zu. In Baumgarten berieten die Gemeindevertreter gestern Abend über einen entsprechenden Beschluss (nach Redaktionsschluss dieser Seite).

Mit diesem Vorstoß sollen die Gemeinden und die ehrenamtlichen Bürgermeister entlastet werden. Zugleich erhofft sich die Verwaltung auch Synergieeffekte. „Die Anforderungen an die Leiterin der Kindertagesstätte wird immer umfangreicher“, sagt zum Beispiel Bernitts Bürgermeisterin Birgit Czarschka (SPD). Der Verwaltungsaufwand und der Papierkram würden immer mehr Zeit in Anspruch nehmen. „Zeit, die für die eigentliche Aufgaben weniger zur Verfügung steht“, so Birgit Czarschka.

Ziel sei es, den Organisations- und Verwaltungsaufwand zu minimieren, heißt es in dem Beschluss. Geplant sei zum Beispiel, eine zentrale Leiterin für alle drei Einrichtungen einzusetzen. Denn neben den beiden Kindertagesstätten würde auch der Hort in Warnow dazugehören. „Der befindet sich bereits in Trägerschaft des Amtes“, sagt Bützows Kämmerin Antje Laabs.

Diese zentrale Leiterin ist dann das Bindeglied zwischen den einzelnen Einrichtungen und dem Amt, würde sämtliche organisatorische Aufgaben übernehmen. Dazu gehört unter anderem die Personalplanung. Die könnte flexibler gestaltet werden. Oftmals gebe es Personalprobleme, auch aufgrund des Fachkräftemangels. Hinzu kommt, dass sich die Einrichtungen dadurch bei einem kurzfristigen Personalausfall untereinander aushelfen können. „Es besteht zum Beispiel auch die Möglichkeit, einen Auszubildenden einzustellen, was sich eine einzelne Einrichtung so gar nicht leisten kann“, sagt Antje Laabs. So könnte der angehende Erzieher alle Betreuungsformen durchlaufen, Krippe, Kindergarten und Hort. Ein Weg, um den eigenen Fachkräftenachwuchs heranzubilden.

Alle drei Einrichtungen unter einem Dach bringt auch bei Ausschreibungsverfahren Vorteile. Sei es nun bei der Wahl eines Essenanbieters oder bei Reinigungsleistungen der Gebäude, sagt Antje Laabs. Kleinere Objekte, wie zum Beispiel in Baumgarten, seien nicht lukrativ. Deshalb würden sich nur wenige Firmen bei Ausschreibungen beteiligen. Das könnte sich bei einem größeren Auftrag ändern.

Da alle drei Einrichtungen durch die öffentliche Hand betrieben werden, ändert sich für die Mitarbeiter selbst nichts, da alle tarifgebunden sind. „Keine Erzieherin wird benachteiligt“, heißt es in dem Beschluss.

Auch an den Betreuungskosten werde sich zunächst nichts ändern. „Die Voraussetzungen ändern sich ja nicht“, sagt Laabs. Lediglich die Abrechnung werde über den Amtshaushalt erfolgen und nicht mehr über die Kommunen.

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