Groß Grenz : Kitakinder werden zu Artisten

Das Balancieren der Becher klappt schon ziemlich gut.  Fotos: Christina Milbrandt
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Das Balancieren der Becher klappt schon ziemlich gut. Fotos: Christina Milbrandt

Circus Benjamin übt mit der Kindertagesstätte „An der Beke“ eine Vorstellung ein

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17. Mai 2017, 08:00 Uhr

Erst will das Lasso nicht so, wie es soll, aber nachdem er ein bisschen geübt hat, kann Jonas es schon schwingen wie ein Profi. Ein paar Meter weiter geht Henry auf Tuchfühlung mit drei Tauben, die auf einer Wippe sitzen und darauf warten, von ihm dirigiert zu werden. Die anderen Kinder seiner Gruppe warten gespannt darauf, wann sie endlich an der Reihe sind. Schließlich wollen sie bis zu ihrer großen Vorstellung am Freitag alles einstudiert haben.

Seit Montag läuft das Zirkusprojekt der Kindertagesstätte „An der Beke“ in Groß Grenz. Unter der Anleitung von Benjamin und Nicole Thiel vom Circus Benjamin studieren die Kinder verschiedenste Nummern ein. Das Besondere: Auch die ganz Kleinen machen mit. „Wir wollten, dass alle die Chance haben, mitzumachen. Deswegen sind auch unsere drei Krippengruppen dabei“, erzählt Kita-Leiterin Juliane Pehlke.

Nach einem Kennenlerntag wurden die Kinder gestern zum ersten Mal an ihre Übungen herangeführt. Nacheinander konnten sich die Gruppen mit den Kunststücken vertraut machen. Wer nicht gerade ein Lasso schwang oder die Tauben zum Wippen brachte, balancierte bunte Becher auf seinem Kopf oder übte ein Reifenkunststück ein. Bis zur großen Aufführung wird jeden Tag an den Nummern gefeilt. „Wir machen jeden Tag ein bisschen mehr“, sagt Benjamin Thiel. Die Erfahrung habe ihm gezeigt, dass am Ende immer alles gut klappt. „Hauptsache ist ja, dass die Kinder Spaß haben.“

Projektwochen wie diese bietet Familie Thiel bereits seit sechs Jahren an. Dabei sind sie in ganz Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in Hamburg, Berlin und darüber hinaus unterwegs.

Für die Kinder ist die Zeit im Zirkuszelt aufregend. Vor allem für die Krippengruppen ist die Umgebung ungewöhnlich. Aber nach ein paar Minuten Eingewöhnungszeit meisterten sie ihre Nummer mit den Reifen schon ganz gut. „Es geht darum, dass sie das üben. Sie sollen auch sehen, dass sie etwas schaffen können. Und am Ende gibt es dafür dann den Applaus der Eltern“, sagt Benjamin Thiel.

Am Freitag treffen sich im Zirkuszelt alle zur Generalprobe. Am Nachmittag, um 15.30 Uhr, beginnt die große Vorstellung, bei der die Kinder zeigen, was sie gelernt haben.

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