Neukirchen : Kirchensanierung beginnt heute

Lebendige Steine: Das war nicht nur das Motto des Gemeindefestes sondern zog sich wie ein roter Faden durch den Festgottesdienst. Die Steine der Kirche zu Neukirchen können viele Geschichten von den Menschen erzählen, sagt Pastorin Gudrun Schmiedeberg (rechts).
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Lebendige Steine: Das war nicht nur das Motto des Gemeindefestes sondern zog sich wie ein roter Faden durch den Festgottesdienst. Die Steine der Kirche zu Neukirchen können viele Geschichten von den Menschen erzählen, sagt Pastorin Gudrun Schmiedeberg (rechts).

Kirchengemeinde feierte ein großes Fest. Insgesamt werden 290 000 Euro investiert. Die Gelder stammen von Förder- und Patronatsmittel sowie Spenden.

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06. Juni 2016, 09:00 Uhr

Rund 780 Jahre ist die Backsteinkirche zu Neukirchen alt. Ab heute beginnt eine neue wichtiger Etappe für das Gotteshaus, dessen Turm schon von Weitem sichtbar ist. Im Innern starten umfangreiche Sanierungsarbeiten. Anlass für die Kirchengemeinde am gestrigen Sonntag ein Fest zu feiern, denn schon mehr als zehn Jahre hat die Gemeinde daraufhin gearbeitet.

Im Kirchenschiff, dort wo gestern beim Festgottesdienst die Menschen saßen, zeigen sich an der Decke hässliche Wasserflecken. Teilweise ist der Putz abgebröckelt. Im Chorraum, wo der Altar steht, ist das ganz anders. Dort wurden schon vor einigen Jahren die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Auch der Kirchturm ist saniert.

Bei den Voruntersuchungen im Kirchenschiff habe sich gezeigt, dass vor der Innenraumsanierung unter anderem Reparaturen am Dachstuhl vorgenommen werden müssen, erklärt Thomas Wagner. Gemeinsam mit Kollegin Andrea Klein ist er für die Baubetreuung und - überwachung zuständig. „Dabei werden die Arbeiten von innen ausgeführt, das Dach bleibt drauf“, so der Bauingenieur. Danach erfolgt unter anderem die Sanierung der Risse in den Deckengewölben und die neue Farbfassung. „Diese Arbeiten werden von Restauratoren begleitet“, erklärt Andrea Klein. Denn es wird nur dort saniert, wo es notwendig ist. Alles andere bleibt erhalten und wird natürlich gereinigt. Denn die Farbfassung der Gewölbe soll so erhalten bleiben, wie sie im 19. Jahrhundert geschaffen wurde, erklärt Bauforscher Tilo Schöfbeck. Er wird die Arbeiten begleiten und dokumentieren.

Insgesamt werden 290 000 Euro investiert. Knapp 85 000 Euro sind Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume. „Hinzu kommen knapp 110 000 Euro Patronatsmittel von der Kirchenkreisleitung Mecklenburg“, so Pastorin Gudrun Schmiedeberg. Die restliche Summe sind Spenden, die die Mitglieder der Kirchengemeinde eingeworben haben. „Damit hat schon mein Vorgänger Pastor Karl-Christian Lange begonnen“, erzählt Pastorin Schmiedeberg. Umso glücklicher ist sie und die Kirchengemeinde, dass das Geld nun zusammen ist, um diese Arbeiten ausführen zu können.

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