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Kirchengemeinderat : Kirchen wählen neue Leitgremien

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Evangelische Christen in MV sind zur Wahl aufgerufen

Knapp 160  000 Wahlbenachrichtigungen hat die Nordkirche in den letzten Wochen an die Mitglieder des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg verschickt. Nach der Fusion der Nordkirche im Jahr 2012 sind erstmals alle Mitglieder der Nordkirche in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg zeitgleich aufgerufen, ihre neuen Kirchengemeinderäte zu bestimmen. Auch in der Warnowstadt-Region bereiten sich die Stiftskirchengemeinde Bützow sowie die Gemeinden Schwaan, Bernitt, Neukirchen, Tarnow sowie Baumgarten seit Monaten akribisch auf diese Wahl vor.

Während alle anderen Kirchengemeinden ausschließlich am 27. November wählen, dürfen die Mecklenburger ihr Kreuz zwischen dem 13. und 27. November setzten. „Das ist vor allem auf die ländlichen Strukturen mit vielen zerstreuten Gemeinden zurückzuführen“, sagt Johanna Levetzow, seit Februar Pastorin in Bützow. Auch für die fast 1000 Wahlberechtigten ihrer Gemeinde gibt es mehrere Termine, an denen sie ihr Kreuz setzen können. Die Wahl haben sie zwischen 19 Kandidaten, von denen dann 14 den neuen Kirchengemeinderat bilden werden. Die bisherige Personalstärke von 18 Mitgliedern sinkt damit um vier Personen. „Die Kandidatensuche ist einfach schwieriger geworden. Allein vier Mitglieder des alten Gremiums scheiden beispielsweise aus Altersgründen aus“, sagt Kerstin Ahrens, seit 1998 im Leitungsgremium der Bützower Gemeinde aktiv. Viele Gemeindemitglieder würden die Kirche zwar gern unterstützen, die Amtsperiode von sechs Jahren schrecke aber ab, sagt die 45-Jährige. „Gute Erfahrungen haben wir damit gemacht, wenn wir direkt auf mögliche Kandidaten zugehen oder bisherige Mitglieder von der Arbeit erzählen“, sagt Johanna Levetzow.

Dieses Problem teilt Schwaans Pastor Heiner Jungmann nur bedingt. Für die neun Plätze im neuen Kirchengemeinderat stehen dort zwölf Kandidaten zur Verfügung. „Fünf von ihnen haben sich das erste Mal aufstellen lassen – da sind wir als Gemeinde stolz drauf“, so der 58-Jährige. Für ihn ist der Rat Leitungsgremium und Impulsgeber zugleich, schließlich können die Mitglieder mit entscheiden, „in welche Richtung das Schiff in den nächsten sechs Jahren steuert“, sagt Heiner Jungmann. Um alle Themen abzudecken, gibt es neben dem großen Kirchengemeinderat auch verschiedene Ausschüsse, in denen an bestimmten Themen wie Finanzen, Bau oder Kinder und Jugend gearbeitet wird. Damit die zwölf Kandidaten bestmöglich vorgestellt werden, gab die Schwaaner Gemeinde eine Broschüre heraus, die an alle Haushalte zugestellt wurde. Zur Wahl aufgerufen sind in Schwaan 860 Gemeindemitglieder, die am 20. und 27. November ihr Kreuz setzen können. „Aber auch die Möglichkeit der Briefwahl wird rege genutzt. Daher hoffe ich auf eine gute Beteiligung“, sagt der Pastor.

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erstellt am 28.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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