Bützow : Kirche bietet Raum zum Gedenken

Die Stiftskirche öffnet morgen ihre Tür zum stillen Gedenken.
Die Stiftskirche öffnet morgen ihre Tür zum stillen Gedenken.

Gotteshaus öffnet am Sonnabend die Türen.

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08. November 2019, 05:00 Uhr

Für ein stilles Gedenken ist die Bützower Stiftskirche am morgigen Sonnabend geöffnet. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls wird die Kirchengemeinde ab 18.30 Uhr zum Erinnern einladen. Um 19 Uhr, pünktlich zum Zeitpunkt der legendären Pressekonferenz in Berlin, werden die Glocken der Stiftskirche läuten.

Der 9. November 1989 war für viele Bürger der ehemaligen DDR ein Tag der Freude. Und so wird auch das Erinnern 30 Jahre nach dem Mauerfall in diesem Jahr für die meisten positiv gestimmt sein. Drei Jahrzehnte nach den Ereignissen möchte die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Bützow aber auch einen Raum für stilles Gedenken bieten. Denn die Mauer, die am 9. November 1989 fiel, war auch ein Symbol für ein totalitäres Regime. Hier fanden mehr als 300 Menschen den Tod, als sie zwischen 1961 und 1989 versuchten, in die Bundesrepublik zu flüchten.

„Dieser Jahrestag ist nicht nur ein Tag der Freude über die überwundene Teilung Deutschlands und das Ende der SED-Diktatur, sondern sollte auch ein Tag des Gedenkens sein“, sagt Matthias Röse, zweiter Vorsitzender des Ortskirchenrates Bützow der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde. Er unterstreicht die besondere Rolle, die die Kirchen in der DDR während der Friedlichen Revolution gespielt haben. „Sie waren die ersten, die Mutigen einen Raum boten, um ihrem Protest Gehör zu verschaffen und ihn zu verbreiten“, sagt Röse. „Daraus sind dann die so genannten Montagsdemonstrationen geworden, die letztendlich zum Fall der Mauer führten.“ Am 9. November 1989 fiel die innerdeutsche Grenze. Dieses Ereignis markierte den Beginn der Wiedervereinigung etwa ein Jahr später am 3. Oktober 1990.

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