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Bützower Zeitung

18. Oktober 2017 | 16:38 Uhr

Bützow : Kinder werden zu Olympioniken

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Im Hort der Freien Schule Bützow enden die „Olympische Wochen“ / Über drei Wochen hinweg verschiedene Exkursionen und Sporttage

svz.de von
erstellt am 26.Aug.2017 | 15:00 Uhr

Die nächsten Olympischen Spiele finden erst 2018 statt. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es allerdings bereits im Hort der Freien Schule Bützow, wo seit drei Wochen die „Olympischen Wochen“ laufen. Der Höhepunkt fand in der Nacht von Donnerstag auf Freitag statt: Es stand nämlich eine Nachtwanderung an, bevor die Schlafsäcke in der Sporthalle ausgerollt wurden.

Die Übernachtung im Hort ist bereits zur Tradition geworden. „Das machen wir seit einigen Jahren in der fünften Ferienwoche“, sagt Leiterin Dörte Schorning. „Und es wird gut angenommen.“ Jedes Jahr würden mehr Kinder in der Pfaffenstraße schlafen wollen, in diesem waren es 30. Einige von den Kleinen würden sogar Strandmuscheln mitbringen.

Bevor die Strandmuscheln und Isomatten aber zum Schlafgemach wurden, ging es in die Dunkelheit Bützows, mit Taschenlampen ausgerüstet den Wall entlang, zum Hafen und wieder zurück. Für die Kinder sei das ein tolles Erlebnis, sagt Dörte Schorning. Allein mit den Taschenlampen Bäume, Wände und Co. anzustrahlen und nichts als den eigenen Lichtkegel zu sehen, sei etwas Besonderes.


Fun-Sporttag fordert Geschick und Köppchen


Am Donnerstag war aber nicht nur die Nacht ein Erlebnis, auch der Tag wurde beim „Fun-Sporttag“ schön. An verschiendenen Stationen konnten sich die Kinder ausprobieren. Während es bei „Vier gewinnt“ eher um Köppchen ging, war beim Stiefelweitwurf Kraft gefragt. Beim Stelzenlauf Gleichgewichtssinn, beim Teebeutel-Weitwurf eher Glück, dass der Wind gut steht und beim Erbsen-Weit-Spucken ging es am ehesten um den Spaß. Und was wäre ein Fun-Sporttag bei den Olympischen ohne Medaillen? Jedes Kind erhielt eine. Diese wurden zuvor selbst angefertigt. Ergebnisse und Wettkampf standen nicht im Vordergrund. Auch wenn die olympische Devise „höher, schneller, weiter“ lautet, war genau das nicht wichtig. „Es ging um Spaß und Freude“, erklärt Dörte Schorning. In den Ferien müsse sich schließlich auch mal entschleunigt werden.


Ein Fitnesscenter
erkundet


Eine weitere Etappe der „Olympischen Wochen“ war ein Besuch des Physio-Aktiv-Studios in Bützow. „Wir wollten gern wissen, wie es in einem Fitnesscenter aussieht“, sagt Dörte Schorning. Und Betreiberin Mandy Constien habe sofort zugesagt und den Kindern alles toll erklärt. „Alle waren begeistert“, so die Hortleiterin.

Ein weiterer Höhepunkt war der Fußball- und Handball-Tag. Viele der Hort-Kinder würden bereits in Vereinen spielen und die Regeln gut kennen, erklärt Schorning. Deswegen hatte das Hort-Team leichtes Spiel – denn die Kleinen haben das Kommando übernommen. „Einige haben da mehr Ahnung von als ich mir in 30 Jahren aneignen würde“, sagt Dörte Schorning mit einem Augenzwinkern.

Natürlich muss ein Olympionik auch auf seine Ernährung achten. Aus diesem Grund kam Simone Goetz von der Verbraucherzentrale Rostock nach Bützow. Die Expertin erklärte den Kindern, dass die Werbung oft ein falsches Bild von Lebensmitteln erzeugt. Bei einem Milchriegel beispielsweise denke jeder sofort an gesunde Milch. Stattdessen befinde sich aber vorwiegend ungesunder Zucker in der Süßigkeit. Auch Cola sei eine reine Zuckerbombe. Gefestigt wurde das Wissen mit einem Quiz und Anschauungsmaterial. „Das war sehr anschaulich“, sagt Schorning.


Kinder versuchen sich als „kleine Kömpfer“


Auch ein Besuch der Bützower Kung-Fu-Schule stand auf dem Programm. André Weber zeigte den Kleinen einzelne Schritte. „Die Kinder waren mit Begeisterung dabei“, blickt Dörte Schorning zurück.

Ein Höhepunkt war für die kleinen ein Mini-Kampf, bei dem mit einer Art „Schwimmnudel“ seinem Gegenüber die Beine getroffen werden mussten – ohne dabei selbst getroffen zu werden.

Neben den Eltern trugen viele Firmen und Menschen dazu bei, dass die „Olympischen Wochen“ des Horts so ein voller Erfolg wurden und die Kleinen schöne Wochen erlebten. Dafür dankt Dörte Schorning jedem einzelnen sehr.

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