Neue Kita Vorbeck : Kinder mauern Erinnerungen ein

Kelle für Kelle mauern Eric Redlin und andere Kinder die Zeitkapsel im Bau der neuen Kindertagestätte in Vorbeck ein.
Kelle für Kelle mauern Eric Redlin und andere Kinder die Zeitkapsel im Bau der neuen Kindertagestätte in Vorbeck ein.

Bei der feierlichen Grundsteinlegung zum Bau der neuen Kita in Vorbeck füllten Kinder eine Zeitkapsel

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01. November 2018, 15:00 Uhr

Was lange niemand für möglich hielt, ist unlängst Realität. Die Geburtenrate steigt, es gibt immer mehr Kinder. Das stellt viele Eltern vor die Herausforderung, für ihre Kleinen einen Kita-Platz zu finden. Denn jeder will Sohnemann oder Töchterchen am liebsten am Wohnort unterbringen. Auch an der Vorbecker Kita „Haus der Kleinen Kobolde“ gingen viele Anfragen ein. Aber die Einrichtung ist seit langem restlos voll. Das könnte sich aber bald ändern, denn in Vorbeck wird eine neue Kita gebaut. Feierlich wurde nun der Grundstein gelegt.

Natürlich darf bei solch einem Anlass nicht fehlen, auch eine Zeitkapsel zu verewigen. Eine Zeitung, Kleingeld, Fotos und eine Bauzeichnung wurden in ein Rohr gesteckt. Dieses zementierten die Kita-Kinder und andere Besucher der Feier in die Mauer ein. Maurerkelle für Maurerkelle wurde der Stein gefüllt. Natürlich ein Highlight für die Kleinen.

Die jetzige Kita in Vorbeck platzt aus allen Nähten. Nur aufgrund einer Sondergenehmigung konnte die Kapazität von 24 auf 28 erhöht werden. Die Nachfrage deckt das aber bei weitem nicht. Deswegen nimmt der Träger „Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik“ 1,2 Millionen Euro für den Neubau in die Hand. In dieser wird es 60 Plätze geben, 18 davon für Krippenkinder.

Nachfragen gibt es genug, um die 60 Plätze im neuen Gebäude auf dem Areal des ehemaligen Schullandheims gleich von Beginn an zu füllen. Aber das ist nicht gewollt, wie Kita-Leiterin Birgit Kobert erklärt. Man könne nicht einfach umziehen und alles geht einfach so weiter. „Manche Kinder verbringen hier acht bis zehn Stunden jeden Tag, die Kita ist ihr Lebensraum.“ So ein Umzug müsse verarbeitet werden. „Wir müssen uns neu finden, neu strukturieren, neu organisieren“, sagt Birgit Kobert. Man fange bei Null an. Das gelte auch für das Kollegium. Deswegen soll der Umzug erst einmal mit 40 Kindern geschehen. Die Kita-Leitung wisse dabei den Träger hinter sich. Wann die neue Kita voll ist, ist noch unklar. „Das Tempo bestimmen die Kinder.“ Die Kleinen sollen in Ruhe ankommen.

Bis dahin werden einige Eltern auf der Suche nach einem Kita-Platz noch Absagen erhalten müssen. Und das schmerze Birgit Kobert sehr. Man werde mit viel Leid konfrontiert. „Die Emotionen entladen sich bei uns.“ Doch sie könne nichts machen, die Kapazitäten sind klar definiert. Aber: Besserung ist in Sicht. Angepeilt ist, dass der Neubau im Juni 2019 fertig gestellt wird.

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