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Bützower Zeitung

22. November 2017 | 16:11 Uhr

Bützow : Kinder kreieren ihre zwölf Monate

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Vorschüler der Integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe basteln einen Kalender

svz.de von
erstellt am 07.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Der letzte Klecks Farbe ist gesetzt, die letzten Sonnenstrahlen fertig gemalt. Der Kalender, den die Kinder der Sonnengruppe der Integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe im Freizeittreff Bützow gebastelt haben, ist nun vorzeigbar. Gestern haben die 16 Kinder ihr Deckblatt mit der lächelnden Sonne gepinselt und den Kalender mit zur Kita genommen.

„Über zehnmal sind die Vorschul-Kinder zu mir gekommen und haben an dem Kalender gebastelt“, sagt Gisa Gierer, Leiterin des Freizeittreffs. „Dieses Jahr waren wir aber sehr schnell mit der Gestaltung fertig.“ Das gemeinsame Kalenderbasteln habe bereits eine 15-jährige Tradition, so Gierer. Jeden September käme eine neue Vorschul-Klasse und arbeite dann im Zwei-Wochen-Takt an ihren Kalendern. Für gewöhnlich seien die Kinder Ende März, Anfang April fertig. „Da wir aber immer wieder verschiedene Techniken und Motive verwenden, ist kein Kalender wie der andere. Und entsprechend auch die Arbeitszeit“, erklärt Gierer.

Um den Kindern Abwechslung bieten zu können, sei jedes der zwölf Motive mit einer anderen Technik gebastelt worden. Neben dem traditionellen Wassertuschen verwendeten die Kinder auch Drucktechniken mit ausgeschnittenen Pappmotiven oder eingefärbten Murmeln. „Ich habe sehen können, wie viel Spaß die Kinder bei der Herstellung hatten. Sie waren alle mit Herzenslust dabei“, berichtet Gierer. Und natürlich seien sie nach getaner Arbeit auch stolz auf ihre Werke. „Wenn wir dann nochmal nacharbeiten, etwas nachmalen oder einkleben, dann erkennen die Kinder das sofort und sagen: Das habe ich so aber nicht gemalt. Auf eine ehrliche Entschuldigung reagieren sie dann aber immer gelassen“, sagt Gierer und lächelt. Das Kalenderbasteln betrachte sie als Erfolg. „Ich bekomme immer gute Rückmeldungen. Und nach jedem Kalender frage ich die Kinder, welche Techniken ihnen gut und welche weniger gut gefallen haben.“ Bei dem jetzigen Kalender waren vor allem die Drucktechnik und das Bügeln von Wachsmalfarbe sehr beliebt.

„Das Drucken hat mir sehr viel Spaß gemacht. Erst die Formen ausschneiden und dann mit schwarzer Farbe drüberstreichen und auf ein weißes Papier pressen“, erzählt Hedi Brandt. Auch Kenneth Harloff weiß, welches Motive ihm viel Freude bereitet hat: „Die Blumen im März. Da mussten wir die Tuschfarbe mit Strohhalmen hochpusten, damit es Stengel wurden. Dann haben wir buntes Papier als Blüten geklebt.“ Die Herstellung der Kalender habe beiden sehr viel Spaß gemacht. Sie betonen, es sei schwer, sich für ein Lieblingsmotiv- oder eine Technik zu entscheiden.

Wie es mit den Kalendern nun aber weitergehe, wollten sie nicht verraten. „Das bleibt erstmal unser  Geheimnis“, sagt Hedi. Auch Erzieherin Doreen Gamm sagt, sie sei sehr zufrieden mit den Ergebnissen. „Besser hätte ich es mir nicht erträumen können. Die Kinder hatten so viel Freude und waren so begeistert. Ich bin wirklich stolz auf sie.“ Gamm freue sich, dass die Kalender fertig seien. „Die möchten wir bei unserem Abschlussfest im Mai präsentieren“, verrät die Erzieherin.

Neben dem kreativen Spaß, habe die Bastelzeit im Freizeittreff laut Gierer aber auch den Effekt, dass die Kinder die Schule und den Treff schon einmal ansehen. „Sie können unsere Räume kennenlernen. Und die Eltern wissen dann, welche Angebot es bei uns gibt“, so Gierer.

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