Miniaturstadt Bützow : Kinder knacken Kombinationen

Natürlich sind alle Kinder neugierig, was da wohl in der Schatzkiste ist. Den Blick müssen sie sich mit Rechenaufgaben verdienen.
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Natürlich sind alle Kinder neugierig, was da wohl in der Schatzkiste ist. Den Blick müssen sie sich mit Rechenaufgaben verdienen.

Im Freizeit- & Familienpark Miniaturstadt Bützow müssen sie die Ziffern errechnen, um die Schatztruhe zu öffnen

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01. August 2019, 12:00 Uhr

Die Kinder stehen um eine große Truhe herum. Eine Schatztruhe. Aber verrammelt und verriegelt mit vier Schlössern. Auch noch Zahlenschlösser. Wie bekommt man die auf? Petra Kuhrt weiß die Lösung: „Wir errechnen die Kombination ganz einfach!“ Na, so ganz einfach war das ja auch nicht. 23 – 3 : 4 + 3 = ? „8!“, ruft ein Junge. „Richtig! Merke Dir diese Zahl.“
Auf diese Art und Weise errechnen sich die Jungen und Mädchen des Kindercamps im Freizeit- & Familienpark Miniaturstadt Bützow die Kombinationen der vier Schlösser zu ihrer Schatztruhe. Darin finden sie Naschwerk und kleines Spielzeug. Eine Belohnung für die gerade absolvierten Sportspiele. Nun haben sie erst einmal Freizeit, bis am Abend Eltern und Großeltern zum gemeinsamen Grillen und zur Disco kommen.
Seit Montag verbringen Kinder sozial schwacher Familien eine Ferienwoche im Kindercamp des Fördervereins Miniaturstadt Bützow in der Miniaturstadt.

Sie kommen aus Bützow, Hohen Sprenz, Schwaan, Rostock und so weiter. Petra Kuhrt ist eine der ehrenamtlichen Betreuerinnen. „Ich bin seit sieben Jahren dabei“, erzählt sie. Und ihr macht das hier genauso viel Spaß wie allen anderen, zum Beispiel dem Organisationsteam, zu dem sie gehört, dem Küchenteam und den Betreuern. Auch wenn es nicht ganz einfach ist, einen Sack Flöhe zu hüten.

Trotzdem werden auch Ausflüge unternommen. Ins Spieleland nach Roggentin, in den Petscher Wald zum Beispiel, durch den Klaus Warning kindgerecht führte. Am Donnerstag soll es je nach Wetter ins Kino oder zum Drachenbootfahren gehen.
Klar, dass den Kindern das alles viel Spaß macht. Fragt man in die Runde, warum sie gern herkommen, meinen die beiden Cousinen Asta und Josefin (beide zehn Jahre alt): „Wir sind beide jetzt zum vierten Mal dabei. Das macht uns ganz viel Spaß hier. Wir lernen neue Freunde kennen und treffen alte wieder. Und wir unternehmen viel, lernen viel kennen.“

„Montag waren wir im Spieleland in Roggentin“, erzählt Asta aus Rostock, die mit ihrer Cousine die Ferien bei der Oma in Bützow verbringt. „Oder, im vergangenen Jahr war es so heiß während des Camps. Da kam die Freiwillige Feuerwehr aus Bützow. Wir haben Badesachen angezogen und sind im Wasserstrahl herumgetobt.“ Josefin erinnerte sich gern zwei Jahre zurück: „Da waren wir in Sternberg und haben eine Wanderung mit Lamas von Sternberger Burg bis Groß Raden zum Slawendorf gemacht. Wenn wir dürfen, kommen wir beide auch im nächsten Jahr wieder. Ganz sicher.“
Den neunjährigen Hans-Ole aus Rühn hatte die Mutti gefragt, ob er denn gern zu den Ferienspielen in die Miniaturstadt gehen würde. „Da habe ich ja gesagt. Bis jetzt hat mir am besten gefallen, dass meine Freunde Luca, Markus, Rico und Eric auch hier sind und wir gemeinsam spielen und toben können. Hier auf dem Spielplatz haben wir am Klettergerüst getobt und sind Seilbahn gefahren. Auch haben wir Fußball gespielt.“

Aber Hans-Ole hatte auch ein bisschen Pech: Beim Fußballspiel stand er im Tor und ein scharfer Ball hat ihm die Hand verrenkt. Jetzt trägt er eine Binde. Und später knickte er noch mit dem Fuß an einer Kante um – auch das war schmerzhaft und nun humpelt er ein wenig. Aber nicht nur seine Freunde, sondern auch die Betreuer kümmern sich rührend um ihn.

Möglich macht dieses Camp unter anderem die Ehrenamtsstiftung MV, die diese Ferienwoche mit 800 Euro fördert. „Famila“ gleich gegenüber unterstützt das Camp in jedem Jahr – und dieses Mal ist auch die Bützower Tafel als Sponsor dabei.

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