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Bützower Zeitung

18. November 2017 | 13:31 Uhr

Rühn : Kikeriki im Kloster

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Rassegeflügelzuchtverein Bützow und Umgebung lud zur 50. Jubiläumsschau nach Rühn ein

svz.de von
erstellt am 30.Okt.2017 | 06:00 Uhr

Ungewöhnliches Treiben im Rühner Kloster. Oft finden dort Konzerte statt, es werden Vorträge gehalten oder Kunstausstellungen präsentiert. Und an diesem Wochenende? Da krähten mehrere Hähne, gackerten die Hühner und gurrten die Tauben. Der Rassegeflügelzuchtverein Bützow und Umgebung lud zur 50. Jubiläumsschau ein. Etwa 200 Tiere verschiedenster Rassen und Farbschläge warteten auf die Besucher. Das lockte nicht nur Züchter aus nah und fern an, sondern auch Familien.

Stephan Koch und Töchterchen Hannah besuchten beispielsweise die Schau. Die Eickhofer sind selbst Züchter, waren dieses Mal aber privat im Kloster. „Wir züchten Seidenhühner und Mandarinenten“, sagte Stephan Koch. Hätte es auf der Ausstellung Seidenhühner gegeben, hätte der Eickhofer vielleicht auch welche gekauft. Alle Tiere konnten nämlich erworben werden. So habe er lediglich geschaut und kam mit anderen Züchtern ins Gespräch. Denn Fachsimpeln gehört auf solch tierischen Ausstellungen dazu.

Einen Familienausflug starteten auch Fritz Fahning, Danny Kozianka samt Sohnemann Emil und Opa Uwe Kopplow. „Wir sind keine Züchter, haben aber selber Tiere“, sagte Uwe Kopplow. „Wir interessieren uns dafür. Und da wir aus Rühn kommen, bietet sich der Besuch ja an.“ Und wenn etwas Interessantes dabei ist, wird auch ein Tier gekauft. Auch die Tombola gehört zu solch einem Familienausflug dazu. „Letztes Jahr hat Emil sogar etwas gewonnen“, sagte Papa Danny Kozianka.

Die Tombola betreuten Isabell Scheffler und Dennis Benck. „Die Hauptpreise sind Lebendpreise“, so Isabell Scheffler. Hasen, Tauben, Meerschweinchen, Enten, Hühner, Tauben und Co. warteten auf neue Besitzer. Außerdem wurde Züchter-Zubehör, wie beispielsweise Futter, verlost. Und auch für die kleinen Besucher war vieles dabei, wie Naschen oder ein Seifenblasen-Set. Mit hinter dem Tombola-Tisch war auch Hund Sammi. „Er gehört quasi auch schon zum Verein“, sagte Isabell Scheffler. Der Lärm des Federviehs störte den Vierbeiner überhaupt nicht. Im Gegenteil. „Wir sind selbst Züchter“, so Isabell Scheffler. „Wenn wir Küken haben, ist er mittendrin und lässt sich auch nicht davon stören, wenn die Küken ihn an den Ohren zupfen.“

Norbert Hinrichsen, Vorsitzender des Vereins, freute sich darüber, dass auch Familien die Schau besuchten. „Die Ausstellung wurde gut besucht und auch von Familien angenommen.“ Das sei umso schöner, da die Organisation ziemlich viel Arbeit bedeute. Der Vereinschef glaubt, dass eine solche Schau insbesondere Menschen aus der Stadt interessiert, da Tiere dort eher eine Seltenheit geworden seien.

Eine Seltenheit sind indes auch junge Züchter. Derzeit zählt der Verein 24 erwachsene und drei jugendliche Mitglieder. Die meisten sind laut Norbert Hinrichsen 65, 70, 80 Jahre alt. „Es ist schwierig, Nachwuchs zu kriegen. Wie in jedem Verein“, erklärte der Vereinschef. Jugendliche für Rassegeflügel zu begeistern sei bei Konkurrenten wie Computerspielen und Smartphones nicht einfach. Zudem ist viel Zeit (Norbert Hinrichsen: „Wenn man sich so mit Geflügel beschäftigt, gibt es keinen Sonnabend, Sonntag oder Feiertag, die Tiere müssen versorgt werden“), Platz und auch der ein oder andere Euro fließt in das Hobby.

Doch auch trotz der Mangelware Nachwuchs wurde die Jubiläumsschau ein voller Erfolg. Die Besucher kamen auf ihre Kosten, auch das ein oder andere Tier wechselte den Besitzer. Norbert Hinrichsen lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Rühner Klosterverein, der die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Zudem dankte er allen Helfern und Sponsoren, ohne die die Schau so nicht möglich gewesen wäre.

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