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Bützower Zeitung

23. Oktober 2017 | 06:23 Uhr

Bützow : Keine Biogasanlage in der Vierburg

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Novelle des Erneuerbaren Energiegesetzes bremst Pläne der Bützower Wärme GmbH / Baupläne sind vom Tisch

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2014 | 17:11 Uhr

Der Bau einer weiteren Biogasanlage durch die Bützower Wärme GmbH in der Vierburg ist vom Tisch. Die im Frühjahr diesen Jahres beschlossene Novelle zum Erneuerbare Energiegesetz der Bundesregierung hat den Bützower Plänen ein Stoppzeichen gesetzt. Das erklärt jetzt Peter Dethloff vom Bützower Wärmeversorger. „Wir hatten alles vorbereitet, alle Gutachten lagen vor, wir warteten nur noch auf die Zusage“, so der Geschäftsführer. Man hätte zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich sogar schon mit dem Bau begonnen. Doch die neuen gesetzlichen Regelungen würden ein wirtschaftliches Arbeiten einer Biogasanlage nicht mehr ermöglichen. Deshalb habe man sich von den Plänen verabschiedet.

Rückblende: Vor zwei, drei Jahren gab es zunächst Pläne von einer Biogasanlage im Bützower Gewerbegebiet. Das sorgte für Proteste bei Anwohnern, insbesondere in Wolken. Es gab Einwohnerversammlungen und Unterschriftenaktionen (SVZ berichtete). Doch nicht diese Proteste gaben letztendlich den Ausschlag für die neuen Planungen. Vielmehr waren es wirtschaftliche Aspekte, die dazu bewogen, sich nach einem neuen Standort umzusehen. Den glaubte man in der Vierburg gefunden zu haben. Es war nun auch alles vorbereitet. Dazu gehörten auch Absprachen mit Landwirten aus der Region. Denn die 500-kW-Biogasanlage sollte vor allem mit Mais, Grünsilage, Zuckerrüben und Gülle befüllt werden. Doch die neuen Gesetze setzen nun ein Stoppzeichen.

Bauen tut die Bützower Wärme GmbH aber dennoch. So ab kommendem Monat in der 2. Ausfallstraße. Deshalb wird diese Teilweise voll gesperrt sein. „Wir errichten dort ein Absperrelement“, erklärt Peter Dethloff auf SVZ-Nachfrage. Das ermöglicht, bestimmte Leitungsabschnitte der zentralen Wärmeversorgung auszuschalten, falls es mal zu einer Havarie kommt. Dadurch würden dann nicht alle Kunden vom Netzt gehen.

„Wir haben diese Arbeiten schon vor einen Jahr geplant. Doch wir mussten auf das grüne Licht von der Stadt warten. Denn in Bützow wird viel gebaut“, so Dethloff. Und diese rege Bautätigkeit führe dazu, dass man natürlich nicht alle Zufahrtswege blockieren könne.

Nun aber wird die 2. Ausfallstraße, eine Einbahnstraße, von Montag bis voraussichtlich Freitag nur noch bis zum Parkplatz der Ostseesparkasse befahrbar sein. Das Stück bis zur Langestraße ist dann komplett gesperrt.

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