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Bützower Zeitung

14. Dezember 2017 | 14:23 Uhr

Bützow : Kein Sommer ohne Keimzeit

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Traditionelle Veranstaltung in der Alten Badeanstalt derzeit mit vielen Fragezeichen / Zwangsversteigerung des Areals am 24. Juni

17. Juli: Keimzeit-Konzert in der Alten Badeanstalt. Dieser Termin steht bei Jörg Quandt schon seit langem im Kalender. Und viele Fans warten wieder auf dieses Sommerspektakel in der Warnowstadt. Doch in diesem Jahr ist alles ganz anders. Es gibt noch viele Fragezeichen, denn das Objekt Alte Badeanstalt steht seinem einem halben Jahr leer.

Organisator Jörg Quandt wird sich in dieser Woche erneut mit der Ostseesparkasse in Verbindung setzen. Denn die bemüht sich schon seit langem, das Objekt zu veräußern. Für den 24. Juni ist ein Zwangsversteigerungstermin angesetzt, wenn sich bis dahin kein Kaufinteressent gefunden hat.

Jörg Quandt war dieser Tage gerade mit einer Mitarbeiterin des Kreditinstituts vor Ort, um über die mögliche Durchführung des Konzerts zu sprechen. „Es sieht schlimm auf dem Gelände aus“, erzählt Quandt. Dennoch möchte er den Veranstaltungsort für das Keimzeit-Konzert nicht verlegen. „Es hat sich hier in den Jahren etwas entwickelt. Es ist eine Tradition. Wenn ich jetzt an einen anderen Standort wechsel, wüsste ich ich nicht, ob das so von den Fans mitgetragen wird“, so der Neuendorfer.

Es ist gerade die besondere Atmosphäre am Ufer des Bützower Sees, die Bandmitglieder und Zuhörer gleichermaßen in den Bann zieht. Und das seit über zwei Jahrzehnten. „Wir sind bereits im 24. Jahr“, sagt Quandt. Und wenn er darf, findet das Konzert auch in diesem Jahr am Bützower See statt. „Wenn es sein muss, werde ich Planen aufhängen, damit man die schmutzigen Ecken hinter der Bühne nicht so sieht“, stellt sich der Organisator auch auf eine Variante ein, bei der er improvisieren muss.

 „Die Bank hat nichts dagegen, wenn ich hier ein Konzert mache.“ Doch bis Juli könnte es auch einen neuen Eigentümer geben.

Im September 2013  hatte die bisherige Pächterin Henny Sawyer ihr Engagement in Bützow nach knapp zwei Jahren beendet. Wie es jetzt weitergeht, ist offen. Die einzige Klarheit: Es gilt nach wie vor der Erbbaupachtvertrag für das Areal. „Und wer das Areal mit dem Gebäude ersteigert oder kauft, steigt in den Erbbaupachtvertrag ein“, erklärt Alfred Kreis von der Ospa. „Das Areal befindet sich nach wie vor in städtischem Eigentum.“

Der 1998 geschlossene Erbbaupachtvertrag gelte für „das Grundstück inklusive Bebauung“, hieß es dazu bereits im Herbst vergangenen Jahres  aus der Verwaltung. Und dieser Vertrag  habe nach wie vor Bestand, egal wer gerade auf dem Areal und in der Gaststätte agiere.  Festgeschrieben wurde unter dem Punkt Nutzung: „Wohnzweck für Erbbauberechtigten und allgemein gewerblichen Zweck sowie den öffentlichen Zwecken dienend“. Dabei dachte man zum Beispiel an Veranstaltungen. So direkt formuliert wurde es aber nicht im Vertrag. Auch nicht, dass ein öffentlicher Zugang zum See gewährleistet sein müsse.  „Eine Vertragsänderung in diesem Punkt, ist ... immer nur im beiderseitigen Einvernehmen der Vertragspartner möglich.“ Und an diesem Status Quo von 2013 habe sich nichts verändert, so Stadtsprecher Frank Endjer

Auf der Homepage der Ospa wird die Gesamtfläche des Wohn- und Geschäftshauses  mit 244 Quadratmetern  und des Grundstücks mit 4891 Quadratmetern angegeben. Der Verkehrswert liege  bei 51 000 Euro. Das Mindestgebot für die Zwangsversteigerung wird bei mindestens 40 000 Euro angesetzt.

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