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Bützower Zeitung

12. Dezember 2017 | 11:25 Uhr

Bützow : Keimzeit feiert in Bützow Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Seit 25 Jahren organisiert Jörg Quandt aus Neuendorf das Konzert mit der legendären Band um Frontmann Norbert Leisegang

von
erstellt am 04.Jul.2016 | 05:00 Uhr

Die Anspannung wächst bei Jörg Quandt. In knapp zwei Wochen, am Sonnabend, 16. Juli, steigt in Bützow wieder das Keimzeit-Konzert. 1991 traten die Musiker um Frontmann Norbert Leisegang zum ersten Mal in der Warnowstadt auf. Seit dem kehrten sie mit einer Ausnahme jedes Jahr im Sommer nach Bützow zurück, um hier zu spielen. Jörg Quandt ist der Veranstalter. Was viele nicht wissen. Weil Quandt so schüchtern war, wäre es beinahe gar nicht zu der mittlerweilen engen Freundschaft zur Band gekommen.

Rückblende: Jörg Quandt betrieb Anfang der 1990er-Jahre in Bützow eine Kneipe. Die „Penne“, ein Anbau des heutigen Polizeireviers, den es gar nicht mehr gibt, war für Jugendliche und junge Erwachsene ein beliebter Treffpunkt. Die Gäste konnten unter anderem Billard spielen und Musik hören. „Ein Stammgast brachte eines Tages zwei Platten von Keimzeit mit. Von der Band hatte ich bis dahin noch nie etwas gehört“, erinnert sich Quandt. Danach liefen die Platten ständig und er konnte die Texte schon bald alle mitsingen. „Dieser Stammgast lud mich eines Tages zu einem Konzert von Keimzeit in einem Dorf bei Belzig ein“, blickt der Neuendorfer auf das Jahr 1990 zurück. „Der Saal im Dorfkrug war überfüllt. Man bekam kaum Luft. Doch die Stimmung war riesig.“ Der Bekannte drängte Quandt, die Musiker anzusprechen, sie mögen doch unbedingt einmal in der „Penne“ spielen. „Doch ich war von der ganzen Atmosphäre und den Massen so eingeschüchtert, dass ich mich zunächst nicht traute, jemanden von der Band anzuquatschen“, erzählt Quandt und lacht. Um es kurz zu machen. Erst im dritten Anlauf fand Jörg Quandt bei Hartmut Leisegang Gehör. „Gib mir mal deine Telefonnummer, sagte er. Ich verschwand dann wieder in der anonymen Masse des Publikums.“

Zwei Wochen später klingelte in der „Penne“ das Telefon, der Manager von Keimzeit war dran. Im Frühsommer 1991 schlugen die Musiker dann in Bützow auf und schauten erst einmal verdutzt. Wo ist die Bühne? „Die gab es bei mir nicht. Das war mir ziemlich peinlich, outete ich mich doch gerade als riesiges Greenhorn“, so Quandt und weiter: „Doch Norbert nahm es gelassen. Wir bauten gemeinsam mit leeren Bierkisten und Spanholzplatten eine kleine Bühne. Die Boxen wurden auf zwei Billardtische verteilt.“

Das ist nun 25 Jahre her. Später wurde die alte Badeanstalt am Bützower See zum beliebten Konzertort. Nun tritt am 16. Juli ab 21 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr) Keimzeit zum zweiten Mal in der Badeanstalt am Rühner See auf. Zu hören sein werden unter anderem neue Lieder aus ihrem aktuellen Album „Auf einem Esel ins All“, aber sicherlich auch wieder einige Keimzeit-Klassiker aus der Feder von Sänger Norbert Leisegang.

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