Supermarkt in Bützow : Katzen nicht mehr erwünscht

Fütterungs-Verbot: Das hat die Firma Famila für die Filiale in Bützows Gewerbegebiet erlassen.
Fütterungs-Verbot: Das hat die Firma Famila für die Filiale in Bützows Gewerbegebiet erlassen.

Supermarkt sorgt sich um die Hygiene – Bützower Tierschutzverein vom Fütterungs-Verbot überrascht

svz.de von
14. Mai 2018, 21:00 Uhr

Was viele Jahre lang akzeptiert wurde, ist jetzt untersagt. Das Füttern von Katzen in der Nähe des Famila-Marktes im Bützower Gewerbegebiet. Die Firmenzentrale hat das angewiesen. Mitglieder des Bützower Tierschutzvereins sind von dieser Entscheidung überrascht worden und enttäuscht.

Wolfgang Schubert, zweiter Vorsitzender des Bützower Tierschutzvereins, kann den Sinneswandel nicht verstehen. Bis vor kurzem sei die Marktleitung glücklich darüber gewesen sei, dass die Katzen Ratten und Mäuse jagten. Auch Friedrich Kaiser vom Verein zeigte sich überrascht von dieser Anweisung aus der Famila-Zentrale in Kiel. Aus Sicht des Tierschutzes könne er das Fütterungs-Verbot nicht verstehen. Den Menschen bereite die Versorgung der Vierbeiner Freude. Der Tierschutzverein habe Katzen auch kastrieren lassen, um eine ungewollte Vermehrung zu unterbinden. Und die Katzen verbuddelten ihre Hinterlassenschaften, erklärt Friedrich Kaiser.

Denn hygienische Gründe sind es unter anderem, die Famila für ihr Fütterungsverbot anführt. Fäkalien der Katzen hätten zwei Garten- und Landschaftsbau-Firmen beim Heckenschnitt gestört, erklärt Unternehmenssprecherin Solveig Hannemann. Außerdem seien immer wieder Glasschalen kaputt gegangen. Die Scherben hätten entsorgt werden müssen. Die Samtpfötchen hätten zudem Müll auseinandergepflückt. Das schade der Umwelt. Solveig Hannemann führte als weiteres Argument für das Fütterungs-Verbot an, dass die Tiernahrung mittlerweile auch Füchse angelockt habe.

Mit dem Tierschutzverein habe die Firma bisher gut zusammengearbeitet. Solveig Hannemann verweist unter anderem auf eine Spendenbox für Tiernahrung, die im Eingangsbereich des Marktes stehe. Zum Fütterungs-Verbot sehe das Unternehmen aber keine Alternative.

Mit ihrem Vorschlag, die Futterstelle auf die andere Seite des Gebäudes zu verlegen, konnten die Bützower Tierfreunde Famila nicht umstimmen. Wenn die Entscheidung gefallen sei, dass die Katzen nicht mehr gefüttert werden sollen, sei das zu akzeptieren, sagt Manfred Schubert. Glücklich sind er und die anderen Tierfreunde damit aber nicht.

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