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Bützower Zeitung

22. Oktober 2017 | 08:40 Uhr

Bützow : Katzen gehen nach Berlin

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Für Tierschutzverein beginnt das neue Jahr mit viel Arbeit

von
erstellt am 06.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Das Jahr 2017 hat gerade erst begonnen. Doch den Mitgliedern des Tierschutzvereins Bützow steht viel Arbeit bevor. „Wir müssen unsere Katzen kastrieren beziehungsweise sterilisieren lassen“, sagt Vereinsvorsitzender Ulrich Krause. Denn der Bützower ist da ganz konsequent. Vermittelt werden nur Tiere, die kastriert und gesund sind sowie einen Chip tragen. Und das kostet viel Geld, dass der Verein auch immer wieder einwerben muss.

Vor Jahresfrist hat zum Beispiel die Gemeinde Rühn gerade wieder 250 Euro für den Bützower Tierschutzverein freigegeben. „Wir sind ja dafür, den Tierschutz zu unterstützen. Doch die Gemeindevertreter wollen auch wissen, was dafür getan wird. Deshalb entscheiden wir immer jährlich über den Zuschuss für den Tierschutzverein“, sagt Rühns Bürgermeister Hans-Georg Harloff (CDU).

Ulrich Krause wäre es lieber, wenn er von den Kommunen des Amtes regelmäßig einen festen Zuschuss bekommen würde. Doch mit seiner Bitte ist er in den vergangenen Jahren gescheitert. Lediglich Bützow und Steinhagen haben sich dazu bekannt. Sie überweisen pro Einwohner und Jahr 30 Cent für die Arbeit der Tierschützer. Ulrich Krause würde sich diese Unterstützung auch von den anderen Gemeinden des Amtes wünschen. „Wir schauen ja auch nicht nach Gemeindegrenzen, holen auch Tiere aus anderen Dörfern, wenn wir erfahren, dass dort welche ausgesetzt wurden“, sagt der Bützower. Auch könne er nicht wissen, wo die Samtpfötchen herkommen, die immer mal wieder an der Tierauffangstation in Bützow abgestellt werden. Das sei gerade erst wieder im Dezember passiert. „Dort wurden einfach 15 Welpen in einem Karton hinterlassen“, so Krause.

Er sehe die Arbeit der Tierschützer nicht nur als eine, die den Tieren zugute kommt, sondern auch der Bevölkerung, der Gesellschaft. Denn der Bützower Verein kämpfe wie viele andere auch dafür, dass sich die Vierbeiner nicht ungehindert vermehren können.

Die Tiere aufzupäppeln, untersuchen zu lassen und zu kastrieren, das alles kostet viel Geld. Im vergangenen Jahr hat der Verein mehr als 6000 Euro allein für die Kastration ausgegeben. Während er immer wieder ausgesetzte oder verletzte Tiere aufnimmt, sei der Vermittlung der Samtpfötchen nicht so einfach. Sicherlich verständlich in einer ländlich geprägten Region. Deshalb ist der Vereinsvorsitzende froh, dass er mit einem Tierheim in Falkensee bei Berlin einen dankbaren Partner gefunden hat. Der könne Nachfragen nach einem Stubentiger nicht immer gerecht werden. Deshalb nehme das Tierheim gerne einige Katzen aus dem Norden, um sie in Familien zu vermitteln, so Krause.

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