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Kosten für Bahnübergänge belasten Gemeinde : Kassow: Bahn fordert mehr Geld

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Sanierung des Bahnübergang in der Schwaaner Chaussee war über 100 000 Euro teurer. Gemeinde hofft jetzt auf Fördermittel vom Land.

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erstellt am 27.Mai.2016 | 21:00 Uhr

Die Bauarbeiten an den drei Bahnübergängen, die sich im Bereich der Gemeinde Kassow befinden, liegen nun schon einige Jahre zurück. Doch noch sind nicht alle Rechnungen beglichen. Und Kassow soll noch einmal tief in die Tasche greifen. Die Gemeindevertreter hoffen nun, dass das Land die Kommune nicht im Regen stehen lässt. Immerhin geht es um rund 40 000 Euro.

Die Geschichte begann vor mehr als zehn Jahren. Um die Jahrtausendwende wurde Kassow von der Deutschen Bahn AG erstmalig über „mittelfristige Investitionen an Bahnübergängen“ informiert und die Forderung nach einer Kostenbeteiligung aufgemacht. Dabei berief sich die Bahn auf das Eisenbahnkreuzungsgesetz, das eine Kostenteilung von Bahn, Land und Gemeinde vorsieht. Acht Jahre später wurde die Bahn dann konkreter, kündigte die geplanten Bauarbeiten an. Die Amtsverwaltung in Schwaan versuchte seinerzeit, gerichtlich gegen die geforderte Kostenbeteiligung vorzugehen. Immerhin waren Investitionen von rund 450 000 Euro angekündigt. Für einen Bahnübergang. Für Kassow bedeutete das rund 150 000 Euro pro Bahnübergang. Das Amt scheiterte mit der Klage, jedoch konnte erreicht werden, dass das Land die Gemeinde zusätzlich finanziell unterstützte.

Im Jahr 2011 wurde dann die neuen Bahnübergänge gebaut. Jetzt, fünf Jahre später gab es eine erste Abschlussrechnung für den Bahnübergang in der Schwaaner Chaussee in Werle. „Die Kosten beliefen sich zunächst auf mehr als 600 000 Euro“, erzählt Bürgermeister Hans-Joachim Lang. Nun gibt es eine Nachforderung von insgesamt 111 000 Euro. So viel mehr soll die Sanierung gekostet haben. „Dass immer mal etwas beim Bauen teurer wird, ist verständlich, doch nicht in diesem Umfang. So etwas muss doch bei den Vorplanungen berücksichtigt werden“, meint Lang. Für Kassow bedeutet der Rechnungsabschluss eine Nachzahlung von 39 000 Euro.

„Wir als Gemeindevertretung haben jetzt beschlossen, einen erneuten Antrag auf Fördermittel beim Land zu stellen“, erklärt Hans-Joachim Lang. Denn er befürchtet, dass es nicht die letzte Rechnung bleiben wird. Denn auch der Bahnübergang auf der Kreisstraße 14 bei Werle und der in Kassow in Richtung Kambs wurden saniert. „Diese Abschlussrechnungen liegen noch nicht vor“, so der Bürgermeister.

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