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Bützow : Karl-Marx-Straße: Fehlender Spielplatz sorgt für Unmut

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

In dem Wohngebiet fehlen Spielgeräte / Bildungsausschuss bleibt am Thema dran

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Es ist Ferienzeit. Auch wenn das Wetter derzeit nicht unbedingt zum Spiel im Freien einlädt, würde sich Michaela Edling wünschen, dass sie ihre Kinder zum Spielen auch mal nach draußen schicken könnte – und sie trotzdem in Sichtweite sind. Doch bis auf einen Bolzplatz gibt es im Wohngebiet Karl-Marx-Straße keinen Spielplatz. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Bützowerin deshalb mit einem Brief an die Verwaltung und die Stadtvertreter gewandt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Im Bildungsausschuss der Stadtvertretung kam es daraufhin im November zu einer längeren Diskussion. Anlass war der Entwurf des Haushaltes 2016/17. Der enthielt unter anderem Investitionen für Spielgeräte in der Eckernförder Straße und im Ahornweg. Am Ende des Abends stand die Frage, ob die geplanten Investitionen an zwei anderen Standorten kurzfristig zugunsten der Karl-Marx-Straße aufgegeben werden sollten. Nun ist der Haushalt beschlossen. Die Investitionen für die beiden Spielplätze sind festgeschrieben. Doch was ist mit der Karl-Marx-Straße?, fragt sich Michaela Edling. Sie hatte nach der Diskussion im Bildungsausschuss gehofft, dass sich etwas ändert.

Bereits als Kind habe sie in der Karl-Marx-Straße gelebt. „Damals hat es hier zwei Spielplätze gegeben“, erzählt die 33-Jährige. Einmal zwischen den Wohnblocks auf der linken Seite und zum anderen hinter dem N.E.C. Doch die sind längst verschwunden.

Nun lebt Michaela Edling mit ihrer Familie seit 2009 wieder in dem Wohngebiet, in der Gertrud-Gaedt-Straße. Drei Kinder gehören dazu – drei, acht und zehn Jahre alt. Doch bis auf den Bolzplatz an der Heiztrasse gibt es keine Spielgeräte. „Der nächste Spielplatz ist in der Eckernförder Straße oder am Leninring“, erzählt die Mutter. Viel zu weit entfernt, insbesondere für die Jüngsten.

Als sie sich im Herbst 2015 mit ihrem Brief an die Stadtverwaltung wandte, hatte sie im Vorfeld Unterschriften von Eltern mit insgesamt rund 70 Kindern gesammelt. „Und das waren nicht einmal alle“, sagt Edling. Dabei sei die Fläche mit Bolzplatz und Rodelberg eigentlich ideal, meint die Bützowerin. Zumal der Platz auch von Kindern aus der Kühlungsborner Straße genutzt werde. Denn auch dort gibt es keinen Spielplatz.

Es sei hier genug Platz, er sei ein wenig weg von den Wohnhäusern, und dennoch hätte man einen guten Blick auf die Kinder. Auch wünsche sie sich die eine oder andere Sitzgelegenheit, sagt Michaela Edling.

Zumindest aus Sicht des Bildungsausschusses ist das Thema nicht vom Tisch, sagt Ausschussvorsitzender Joachim Fiedler (SPD). Es habe Gespräche mit den beiden Wohnungsbaugesellschaften gegeben. „Die Bützower Wohnungsgesellschaft habe signalisiert, möglicherweise 10 000 Euro bereitzustellen“, erzählt Joachim Fiedler. Doch noch offen sei die Standortfrage. Der Bolzplatz liege an einer Straße, dann müsste man möglicherweise noch über einen Zaun nachdenken. Eine andere Option wäre ein Standort zwischen den Wohnblocks. Da könnten sich dann möglicherweise Anwohner gestört fühlen, die keine Kinder haben, so Fiedler. Das alles seien Überlegungen, die zu berücksichtigen seien. Er werde das Thema im Ausschuss aber weiterhin vorantreiben, sagt Fiedler. „Denn unstrittig ist, dass da oben etwas passieren muss.“

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