Schwaan : Kampf für einen Radweg

Hier am Ortsausgang von Schwaan endet der Radweg. Dran wird sich vorerst auch nichts ändern.
Hier am Ortsausgang von Schwaan endet der Radweg. Dran wird sich vorerst auch nichts ändern.

Projekt liegt jetzt beim Straßenbauamt Stralsund

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16. März 2016, 21:00 Uhr

Seit Jahren warten die Schwaaner darauf, dass ein Radweg zwischen ihrer Stadt und Ziesendorf gebaut wird. Doch noch immer ist am Ortsausgang für Radfahrer Schluss, müssen sie ihren Weg auf der viel befahrenen und gefährlichen Landesstraße 13 fortsetzen. Eine schnelle Lösung scheint aber bislang nicht in Sicht.

„Wir müssen uns schon kümmern und selbst immer wieder nachfragen“, erklärte Rüdiger Zöllig (Bündnisgrüne) auf der jüngsten Stadtvertretersitzung in Schwaan. Er hat es in den vergangenen Monaten getan, auch in seiner Funktion als Amtsvorsteher des Amtes Schwaan-Land. „Das Projekt betrifft ja mehrere Gemeinden: Schwaan, Bröbberow und Ziesendorf, im Amt Warnow-West“, erklärt Zöllig. Alle drei Bürgermeister seien weiterhin daran interessiert und hielten den Radweg als unbedingt erforderlich, so Zöllig. Das sei für ihn die Grundlage gewesen, das Gespräch mit dem Planungsamt des Landkreises zu suchen.

Hintergrund: Der Landkreis hat eine Prioritätenliste aufgestellt. Auf dieser hat der Radweg zunächst auf einem vorderen Platz gestanden. Im vergangenen Jahr musste Schwaan dann erfahren, dass das Projekt in der Liste „nach unten gerutscht“ ist.

„Ich habe jetzt noch einmal Argumente angeführt, warum der Radweg so dringend notwendig ist“, erklärt Zöllig. Es sei unstrittig, dass der Verkehr auf der Strecke zugenommen habe und auch die Zahl der Radfahrer gewachsen sei. „Die wissen manchmal gar nicht, worauf sie sich einlassen, wenn sie in Schwaan den Radweg verlassen und auf der Straße weiterfahren“, so Zöllig.

Rund sechs Kilometer lang ist die Strecke zwischen Schwaan und Ziesendorf. Es handelt sich um einen Lückenschluss, denn von Ziesendorf aus führt schon ein Radweg in Richtung Bad Doberan weiter. Die Vorplanungen für den Abschnitt zwischen Schwaan und Ziesendorf seien noch im Straßenbauamt Güstrow erfolgt, hat Zöllig in Erfahrung gebracht. Doch da sich jetzt die Zuständigkeiten geändert haben, werde das Projekt jetzt vom Straßenbauamt Stralsund weitergeführt.

„Der Radweg Schwaan-Ziesendorf war in der Prioritätenliste des Kreises zunächst überhaupt nicht erwähnt“, sagt Amtsleiter Ralf Sendrowski. Deshalb sei der Weg auch nicht in der aktuellen Förderperiode berücksichtigt. Diese läuft noch bis Ende des Jahres. Es liege aber ein Schreiben des Landrates vor, in dem der Radweg Schwaan-Ziesendorf nun auf Platz 3 der Prioritätenliste steht, so Sendrowski. Da im aktuellen Förderzeitraum aber sehr viele Projekte Priorität erfahren haben, rechnet der Amtsleiter damit, dass mit den Planungen für den Schwaaner Radweg nicht vor 2018 begonnen werden kann.

Ralf Badenschier

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