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Bützower Zeitung

19. November 2017 | 13:23 Uhr

Klein Belitz : Kameraden warten auf Fahrzeug

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Ausschreibung für Freiwillige Feuerwehr Klein Belitz gestartet / Verfahren zog sich in die Länge / Blauröcke sammelten Gelder

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2017 | 09:00 Uhr

52 Jahre hat der Einsatzwagen der Freiwilligen Feuerwehr Klein Belitz auf dem Buckel. In „Technik-Jahren“ sind das Unendlichkeiten. Höchste Zeit, die Kameraden auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Darüber war sich auch die Gemeinde einig (SVZ berichtete). Nun ist die Ausschreibung für einen neuen TSF-W vom Amt Bützow-Land gestartet.

Die Kameraden sind das Warten allmählich leid. „Unser Wagen ist 52 Jahre alt, langsam müsste mal etwas passieren“, sagt Wehrleiter Daniel Brasch. Es sei keine Technik vom heutigen Stand, auch Wasser sei aktuell nicht mit an Bord. Das soll sich aber ändern, sobald die Ausschreibung durch ist und die Gemeinde dann das Angebot annimmt.

Ein Zuwendungsbescheid vom Landkreis zur Bezuschussung von 35 000 Euro für die etwa 100 000 Euro schwere Investition flatterte bereits im Juni ins Haus. Außerdem stimmte der Kreis bereits im Mai einem vorzeitigen Maßnahmebeginn zu, sodass die Weichen zumindest formell für eine frühere Ausschreibung gestellt waren. Warum erfolgt diese also erst jetzt? Die Bützower Zeitung fragte im Rathaus nach.

„Zunächst wurden Informationsangebote eingeholt, die sodann durch die Feuerwehr gesichtet und geprüft wurden“, antwortete Anja Humay von der Stadtverwaltung. Es handele sich um eine äußerst umfangreiche Prüfung mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand. „Mehrfach wurde eine Anpassung an die gesetzlichen Vorgaben erforderlich.“

Ein weiterer Grund für die zeitliche Verzögerung könnte im Rathaus selbst zu finden sein. „Unter Umständen hat auch der interne Zuständigkeitswechsel zu einer leichten zeitlichen Verzögerung geführt“, heißt es weiter. Das Vergabewesen werde nun durch eine neue Mitarbeiterin betreut. Doch nun sind alle Hürden genommen, die jeweiligen Firmen können die Unterlagen anfordern. Anschließend erfolgt die Submission und der Zuschlag wird erteilt.

Die Kameraden aus Klein Belitz agierten indes nicht nur als Bittsteller. Sie wurden selbst aktiv und warben Gelder ein. Sie sammelten Schrott, verkauften beim Sport Bratwürste, auch ein Konzert in der Neukirchener Kirche zugunsten der Feuerwehr fand statt. „Wir wollten guten Willen zeigen“, sagt Daniel Brasch. Das Geld, etwas mehr als 2000 Euro, soll der Gemeinde als Spende übergeben werden.

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