Bützow : „Kameraden mehr würdigen“

Nicht zu übersehen: Vor der Sport- und Kongresshalle wimmelte es am Sonnabend nur so vor Feuerwehrfahrzeugen.
Nicht zu übersehen: Vor der Sport- und Kongresshalle wimmelte es am Sonnabend nur so vor Feuerwehrfahrzeugen.

Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Rostock / Holger Gadinger als 1. Stellvertreter wiedergewählt

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18. März 2018, 21:00 Uhr

Nicht zu übersehen waren die vielen Einsatzwagen vor der Sport- und Kongresshalle in Güstrow am Sonnabend. Doch die Kameraden waren zu keinem Großbrand ausgerückt, sondern zur Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Rostock.

Etwa 300 Gäste besuchten die Veranstaltung, von denen 172 als Delegierte anreisten. Stimmberechtigt waren alle 165 Feuerwehren des Landkreises. Jede Wehr stellte mindestens einen Delegierten, größere Wehren auch mehrere. Höhepunkt der Versammlung war die Wahl des 1. Stellvertreters des Kreisfeuerwehrverbandes. Besonders spannend war die Wahl allerdings nicht, denn es gab nur einen Kandidaten: Holger Gadinger, Wehrführer aus Bützow. Gadinger hatte das Amt bereits inne und stellte sich zur Wiederwahl. Auch wenn der Kandidat konkurrenzlos war, so drückten die Delegierten durch das Wahlergebnis ihre Zufriedenheit mit der bisherigen Arbeit des Bützowers aus: 168 der 172 Stimmberechtigten gaben Gadinger ihre Stimme.

Etwas spannender war die Wahl zum 1. Beisitzer des Kreisverbandes. Angetreten waren Martin Erdmann von der Freiwilligen Feuerwehr Bellin und Ralf Winter von der Freiwilligen Feuerwehr Neubukow. Auf Erdmann fielen 75 Stimmen, auf Ralf Winter dagegen 92. Der Neubukower nahm die Wahl an.

Insgesamt fuhren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im vergangenen Jahr 1863 Einsätze im Landkreis Rostock, wie Kreisbrandmeister Mayk Tessin berichtete. Wobei die technischen Hilfeleistung hierbei immer mehr in den Vordergrund rückten. Tessin zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung bei den Jugendfeuerwehren. Ein Plus von 181 verzeichneten die freiwilligen Feuerwehren beim Nachwuchs im Landkreis. Damit ist der Abwärtstrend der vergangenen Jahre gestoppt worden. „Die Altersstruktur hat sich extrem verjüngt. Das stimmt mich optimistisch“, sagte Tessin gegenüber der SVZ.

Der Personalmangel der erwachsenen Mitglieder dagegen sei noch immer ein Problem und eine Lösung nicht in Sicht. „Das Thema wird sich auch noch weiter verschärfen“, prognostizierte Tessin. Um mehr Leute für das Ehrenamt freiwillige Feuerwehr zu begeistern, brauche es mehr Würdigung. „Rentenpunkte für die Arbeit der Kameraden wäre eine sinnvolle Maßnahme“, so Tessin. Landrat Sebastian Constien pflichtete Tessin bei: „Eine Zusatzrente für die Kameraden wäre ein guter Ansatz.“

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