JVA wird wieder zur Großbaustelle

Die denkmalgeschützten Gebäude der JVA Bützow mitden markanten Türmen. Ende des Jahres sollen Sanierungsarbeiten beginnen. Archiv (2)
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Die denkmalgeschützten Gebäude der JVA Bützow mitden markanten Türmen. Ende des Jahres sollen Sanierungsarbeiten beginnen. Archiv (2)

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10. Februar 2012, 10:09 Uhr

Bützow | Mit der Entscheidung, die Sicherungsverwahrten ab Juni 2013 in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bützow-Dreibergen unterzubringen, steht auch fest: Bützow braucht neue Haftplätze. JVA-Chefin Agnete Mauruschat bestätigt: "Wir werden wieder zur Großbaustelle." Doch das beziehe sie nicht nur auf das neue Gebäude für die Sicherungsverwahrten, sondern insgesamt wird jetzt die Sanierung der größten und ältesten Haftanstalt im Land Mecklenburg-Vorpommern fortgesetzt. Nachdem dort vor zwei Jahren für knapp 5,7 Millionen Euro eine neue Knastmauer hochgezogen wurde, herrschte auf der Baustelle JVA über ein Jahr lang Ruhe.

Im Bezug auf die neuen Aufgaben sagte gestern Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU): "Wir dürfen keine Zeit verlieren und müssen mit Hochdruck den Bau einer eigenen Einrichtung zur Unterbringung unserer Sicherungsverwahrten voranbringen." Dafür hatte die Ministerin bereits vor über einem Jahr, im Herbst 2010 die JVA Bützow ins Gespräch gebracht. Doch seinerzeit ging man noch von einer gemeinsamen Lösung der Nordländer aus. Da es die jetzt nicht geben wird, sind für Bützow 20 Plätze mit einer Raumgröße von 20 Quadratmetern geplant. Hinzu kommt jeweils eine Nasszelle (Dusche) und eine Küchenzeile. Die Raumgröße beruhe auf einer Entscheidung des Oberlandesgericht Naumburg. "Die räumlichen Gegebenheiten innerhalb der Einrichtung sind den Anforderungen an einem freiheitsorientierten und therapiegerichteten Vollzug anzupassen, soweit Sicherheitsbelange dem nicht entgegenstehen," so Ministerin Kuder.

Im Herbst beginnen Arbeiten am A-Flügel

Mit den Bauarbeiten rückt auch die Sanierung der alten Hafthäuser (Die ersten Häuser wurden in den Jahren 1835/39 gebaut. ) wieder in den Fokus. Die Arbeiten an dem Baudenkmal waren in den zurückliegenden Jahren immer wieder verschoben worden.

"Im Herbst wollen wir aber nun mit der Sanierung des A-Flügels beginnen und zwar mit vorbereitenden Untersuchungen. Das Haus ist mittlerweile leergezogen", so Agnete Mauruschat. Die Planungen gehen davon aus, dass für die Bauarbeiten etwa ein Jahr benötigt werden. "Wir müssen aber abwarten, denn es ist ein alter Bau, steht auf riesigen Feldsteinen. Da ist man vor Überraschungen nie sicher", so die JVA-Chefin. Bis auf weiteres ausgesetzt ist hingegen die Sanierung des B-Flügels. "Wir benötigen die Plätze dort vorerst nicht. Dort befindet sich aber noch die U-Haft",erklärt Mauruschat.

Jedoch ist mittlerweile ein weiterer Neubau geplant. Und zwar ein "Zwillingsbau" zum bestehenden Neubau aus dem Jahr 2002, dem so genannten G-Hafthaus. "Auch mit diesem Neubau soll 2013 begonnen werden." Die Haftplätze, die dort entstehen, sollen die 158 in den Containern ablösen. Diese waren Mitte der 1990er-Jahre errichtet worden, seien aber mittlerweile verschlissen. Sie waren vor über zehn Jahren als Übergangslösung geschaffen worden, weil u.a. die Mehrfachbelegung von Zellen abgelöst werden sollte, es dafür aber zu wenig Platz gab.

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