Arbeiten an Hafthäusern A und B verzögern sich : JVA Bützow: Sanierung stockt

In der JVA in Bützow könnten Plätze für Sicherungsverwahrte geschaffen werden.
In der JVA in Bützow könnten Plätze für Sicherungsverwahrte geschaffen werden.

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten in der Bützower Justizvollzugsanstalt Dreibergen ziehen sich in die Länge. Ein neuer Aspekt, der berücksichtigt werden muss, ist die Unterbringung von Sicherungsverwahrten.

von
29. Dezember 2010, 08:16 Uhr

Bützow | Die umfangreichen Sanierungsarbeiten in der Bützower Justizvollzugsanstalt Dreibergen ziehen sich in die Länge. Doch das Justizministerium hält an den Plänen fest. Ein neuer Aspekt, der berücksichtigt werden muss, ist die Unterbringung von so genannten Sicherungsverwahrten. Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) hat in dieser Woche dafür Bützow ins Spiel gebracht (SVZ berichtete). "Entschieden ist das aber noch nicht", sagt Ministeriumssprecherin Mechtilt Preibisch.

Für rund 16 Millionen Euro sollten bereits in diesem Jahr die Arbeiten an den Hafthäusern A und B beginnen. Doch das verzögerte sich. "Wir starten damit erst im Herbst 2011", erklärt Preibisch. Geplant ist an den denkmalgeschützten Häusern ein radikaler Umbau zur Verbesserung der Haftbedingungen. Es werde dort künftig keine Gemeinschafts-, sondern nur noch Einzelzellen geben. Zwei Häftlinge teilen sich dann künftig eine Sanitäranlage. Die JVA Bützow ist bislang die einzige Anstalt des Landes, die noch nicht über moderne Standards verfügt. Die ersten Häuser wurden in den Jahren 1835/39 gebaut.

Erst in diesem Jahr waren umfangreiche Arbeiten an der neuen Gefängnismauer abgeschlossen worden.

Noch offen bleibt, ob ab 2015 Sicherungsverwahrte nach Bützow kommen. Straftäter, die nach Verbüßung ihrer Strafe weiter hinter Gittern sitzen, weil sie als gefährlich gelten, müssen anders untergebracht werden, als Strafgefangene. Justizministerin Uta-Maria Kuder könnte sich vorstellen, ein dafür notwendiges separaten Gebäudes auf dem JVA-Gelände in Bützow zu errichten. "Für einen solchen Neubau müssten zusätzliche Finanzmittel freigegeben werden", sagte Ministeriumssprecherin Preibisch. Darüber müsste der Landtag bis 2015 entscheiden. Auch, ob das in Bützow passieren soll.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen