5. Landesolympiade Informatik in Güstrow : Junges Informatiktalent zeigt es allen

<strong>Nach einer tollen Präsentation</strong> siegte Tadeo Hepperle vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Bützow in der Sekundarstufe 1. <foto>Christian Menzel</foto>
Nach einer tollen Präsentation siegte Tadeo Hepperle vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Bützow in der Sekundarstufe 1. Christian Menzel

Freitag und Sonnabend war Güstrow Treffpunkt der besten Nachwuchs-Informatiker aus Mecklenburg-Vorpommern. Über 60 Schüler der Klassen 8 bis 12 aus 20 Schulen maßen in den Räumen des Bilse-Instituts ihre Kräfte.

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14. Januar 2013, 09:14 Uhr

Tadeo Hepperle vom Bützower Geschwister-Scholl-Gymnasium hat in der Sekundarstufe 1 die 5. Landesolympiade Informatik für sich entschieden. Der erst Zwölfjährige siegte vor dem Mädchenteam Nicola Drüeke vom John-Brinckman-Gymnasium Güstrow und Lara Lena Eggert von der Jenaplanschule Rostock.

Freitag und Sonnabend war Güstrow Treffpunkt der besten Nachwuchs-Informatiker aus Mecklenburg-Vorpommern. Über 60 Schüler der Klassen 8 bis 12 aus 20 Schulen maßen in den Räumen des Bilse-Instituts ihre Kräfte.

Vor den Schülern der Sekundarstufe 1 stand die Aufgabe, einen Roboter so zu programmieren, dass er entlang einer vorgeschriebenen Strecke vor Hindernissen stoppt. Als Zusatzaufgabe hatten Martin Krohn und Mohamed Mounajjim von der Technischen Hochschule Wismar die Programmierung einer Zeitmessung durch den Roboter vorgegeben. Die fünfköpfige Jury, in der unter anderem Dr. Wolfgang Rosenow von der ecolea-Schule Güstrow mitarbeitete, bewertete die theoretische Softwarelösung, die Umsetzung der Aufgabe, das Vorstellen des Lösungsansatzes und die praktische Präsentation. Ebenfalls ein Kriterium war die Zeit, die der Roboter für die Erfüllung der Vorgaben brauchte.

Tadeo Hepperle fand sich bei seiner ersten Olympiade bestens zurecht. Auch, dass er bei der Präsentation keinen Partner abbekam, störte ihn nicht. "Ich kann das allein besser", hatte er vor dem Wettkampf gesagt. Seit dem Herbst vergangenen Jahres hatte er sich in den monatlich angesetzten Camps auf die Olympiade vorbereitet. "Das hat immer sehr viel Spaß gemacht", sagte der Schüler, der in der Grundschule die zweite Klasse übersprungen hatte. Nikola Drüecke freute sich über ihren zweiten Platz. Es war bei ihrer dritten Teilnahme das beste Ergebnis, das sie erreichte.

Die Sieger des Vorjahres, Adrian Lutsch und Sebastian Rutkowski vom Bützower Gymnasium konnten ihren Titel nicht verteidigen, weil sie erstmals in der Sekundarstufe 2 an den Start gingen. Dort hatten sie am Sonnabend die Aufgabe, Netzwerke mit vorgegebenen Parametern zu berechnen und zu konfigurieren. Bereits am Freitag mussten sie Lösungsalgorithmen in der Programmiersprache Python erstellen. "Das lief ganz gut, weil wir uns in den Vorbereitungscamps mit der Programmiersprache beschäftigt hatten", schätzte Adrian Lutsch ein. Schwieriger seien dagegen die Netzwerkberechnungen gewesen, weil darin mathematische Probleme auftauchten, die erst in höheren Klassen im Lehrplan stehen. Als "Anfänger" in der Sekundarstufe 2 sah Neuntklässler Sebastian Rutkowski seine Leistung im Mittelfeld aller Teilnehmer und war damit recht zufrieden. Den ersten Platz in der Sekundarstufe 2 ergatterte Johann Mattutat vom Gymnasium am Tannenberg in Grevesmühlen.

"Wir möchten mit der Olympiade und den Vorbereitungscamps die jungen Leute im Land halten und für ein Informatikstudium an der Universität Rostock oder der Hochschule Wismar gewinnen", sagte Jurychef Martin Krohn. Diesem Ziel diente auch der zwischen den Wettkampftagen angesetzte IT-Abend. Dabei stellten sich Mitarbeiter von sechs IT-Firmen vor und boten Praktikums- und Ausbildungsplätze an.

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