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Bützower Zeitung

17. Dezember 2017 | 03:35 Uhr

Schwaan : Jung und Alt vernetzen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Schwaan bastelt am Projekt Mehrgenerationenhaus. Die Gründung eines Netzwerkes ist in der kommenden Woche geplant

von
erstellt am 04.Jan.2017 | 16:40 Uhr

Der Campus der Generationen ist gegenwärtig noch eine Zeichnung. Die Bauanträge sind gestellt und bestätigt, Fördermittel über das Leaderprogramm in Aussicht gestellt. Doch für das Großprojekt mit einem Gesamtkostenumfang von rund drei Millionen Euro ist der erste Spatenstich noch nicht erfolgt. Doch das hindert keinen daran, schon jetzt das Ziel, die Generationen der Stadt zu vereinen, in Angriff zu nehmen. Deshalb ist geplant, am kommenden Dienstag, 10. Januar, ein Netzwerk zum Projekt Mehrgenerationenhaus ins Leben zu rufen. Eingeladen dazu sind Vertreter der verschiedenen Einrichtungen.

Hintergrund: Angesichts des demografischen Wandels zu einer älter werdenden Gesellschaft hat der Bund ein Förderprogramm Mehrgenerationenhaus aufgelegt. Damit unterstützt der Bund Initiativen, die darauf ausgerichtet sind, sich dieser Situation zu stellen und ein Zusammenleben der Generationen zu fördern. Schwaan sieht das aus Bürgerbegegnungsstätte, Jugendclub, Seniorentreff, Schule und Bibliothek bestehende Mehrgenerationenhaus als Teil der kommunalen Planungen zum demografischen Wandel an. Es hat sich erfolgreich an dem Auswahlverfahren beteiligt und signalisiert bekommen, dass die Stadt an diesem Bundesprogramm partizipieren könne. Das sieht bis 2020 eine jährliche Förderung von 30 000 Euro vor. Mit dem Beschluss zum Haushalt 2017 haben die Stadtvertreter bereits den geforderten Eigenanteil in Höhe von 10 000 Euro festgeschrieben.

„Im Gegensatz zu anderen Kommunen hat sich Schwaan entschieden, als Stadt die Federführung für das Programm zu übernehmen“, sagt Bürgermeister Mathias Schauer (UWS). Anderenorts sind es zumeist freie Träger oder Vereine, die hier tätig werden. Schwaan plane hingegen eine Teilstelle in der Verwaltung einzurichten. Ein Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin wird die Zusammenarbeit der Kooperationspartner koordinieren.

Dazu gehören auf der einen Seite der Jugendklub im Lindenbruch und der Seniorenklub am Markt, die beide vom DRK betrieben werden. Hinzu kommen die Regionale Schule mit ihrem Schulförderverein sowie der Verein Bürger für Schwaan mit der Bürgerbegegnungsstätte.

Aufgrund der derzeit dezentralen Unterbringung der der verschiedenen Einrichtungen, zu denen auch noch die Bibliothek gehört, sei die Bildung eines Netzwerkes ein erster Schritt, die unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen. Ziel soll es sein, verschiedene soziale und kulturelle Angebote sowie Projekte zu entwickeln und zu schaffen, die allen Bevölkerungsgruppen gerecht werden.

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