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Jahreshauptversammlung in Bützow : Jugendwehren ziehen positives Fazit

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Das Interesse am Engagement in der Feuerwehr erlebt derzeit einen Aufschwung

svz.de von
erstellt am 19.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehren des Landkreises Rostock stand unter einem positiven Motto: Aufschwung. Denn entgegen schwindender Mitgliederzahlen in Sportvereinen oder anderen Interessengruppen befindet sich die Jugendwehr im Aufschwung.

Kreisjugendwart Karsten Franck (Gnoien) stellt die Bilanz auf: „Im Jahr 2016 hatten wir 1107 Mitglieder in den Jugendwehren des Landkreises und damit ganze 86 Mitglieder mehr als noch im Jahr zuvor. Unsere Jugendarbeit ist damit ein voller Erfolg.“ Den Aufwärtstrend sieht der amtierende Landesjugendwart Matthias Nowatzki hauptsächlich in der hohen Anerkennung der Leistungen durch die Gesellschaft. So sei den Kindern bewusst, dass sie in der Wehr einen wichtigen Beitrag leisten. „Natürlich auch, weil wir die Kinder und Jugendlichen für das Thema Feuerwehr begeistern können“, so Nowatzki.

Auch die Städte Bützow und Güstrow können seit Jahren von Stabilität und sogar Zuwachs sprechen. Stefan Gehlhaar von der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow betreut als Jugendwart 25 Jugendfeuerwehrleute. „Bei uns gleicht sich die Gruppenstärke immer aus. In den zwei Jahren, die ich nun Jugendwart bin, blieb der Schnitt von 25 Kindern erhalten“, so Gehlhaar. Zwar müsse sich die Jugendfeuerwehr zunehmend gegen andere Vereine durchsetzten, allerdings sei die Wehr in der Stadt sehr bekannt und werde gut angenommen. „Wir machen aber nur Jugendfeuerwehr. Wir haben also keine Kinderfeuerwehr. Deshalb gehen Kinder, die jünger als zehn Jahre sind, häufig in Sportvereine und bleiben dort.“


Auch für 2017 Zulauf erwartet


Auch in Bützow könne man sich nicht beklagen, meint Jugendwart Roger Triebs. „Als ich 2012 als Jugendwart anfing, waren acht Kinder in der Truppe. Mittlerweile sind es 21.“ Kinder könnten der Wehr auch hier ab dem Alter von zehn Jahren beitreten, allerdings sei bereits angedacht, eine Kinderfeuerwehr ins Leben zu rufen. „Dort kann sich der interessierte Nachwuchs von sechs bis zehn Jahren auf die Zeit in der Jugendfeuerwehr vorbereiten“, erklärt Triebs. Aus dieser werden die Jugendlichen dann mit 17 Jahren in den aktiven Dienst übernommen. Auch für das Jahr 2017 erwarten die Jugendwehren einen Zulauf.

„Wir sind am Expandieren“, fasst der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Rostock, Mayk Tessin, die Jugendarbeit der Wehren zusammen. „Die Jugendgruppen sind der Garant für den Fortbestand der Freiwilligen Wehren.“ Neben dem Anstieg von Mitgliederzahlen konnte der Landkreis Rostock zudem drei neue Jugendwehrgründungen verbuchen. „Die Wehren Wastow, Lohmen und Elmenhorst haben jetzt eine eigene Jugendabteilung“, so Franck.

Neben dem Rückblick auf das vergangene Jahr wurde auf der Jahreshauptversammlung gewählt und geehrt. Für besondere Verdienste in der Jugendwehrenarbeit erhielten Arne Högström (Satow) und Celvin Wolfgramm (Bützow) jeweils die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr MV. Auch Hannes Paul Paetow (Gnoien) wurde mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Rostock geehrt. Peter Müller bekam die Ehrennadel der Jugendwehr MV in Gold für 25 Jahre Arbeit in der Wehr Satow. Außerdem stimmten die 110 gekommenen Kameraden über die Wahl zu ihren vier Vertretern im Jugendfeuerwehrforum des Landkreises ab. Gewählt wurden Julian Höpner (Bützow), Leon Ebert (Krakow am See), Magnus Gadinger (Bützow) und Celvin Wolfgramm (Bützow). Die vier Gewählten treffen sich viermal im Jahr, um über Aktionen von Angehörigen für Angehörige der Jugendwehren zu diskutieren.

Der Bützower Wehrführer, Holger Gadinger, zeigte sich abschließend zufrieden. „Die Veranstaltung lief wie geplant. Bützow als Veranstaltungsort war zwar neu, aber passend.“

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