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Schwaan : Jugendliche und Senioren sprühen gemeinsam

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Unter dem Dach des Netzwerkes Schwaan gibt es im Frühjahr gleich zwei Projekte, die die ältere und jüngere Generation zum gegenseitigen Kennenlernen animieren sollen

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erstellt am 24.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Jung und Alt zusammenbringen – diesem Ziel hat sich das Netzwerk Schwaan verschrieben. Nachdem die Initiative, die aus Vertretern von Vereinen, Institutionen und der Stadt zusammengesetzt ist, vor zwei Wochen gegründet wurde (SVZ berichtete), gibt es jetzt schon konkrete Projekte, die unter dem Dach laufen sollen. So soll im März ein gemeinsames Fotoprojekt des Jugendclubs JotCee und des Seniorenclubs „Uns to Hus“ starten.

„Wir wollen die Schwaaner dazu aufrufen, alte Bilder von Schwaan bei uns vorbeizubringen“, erklärt Jugendclubleiter Jörg Quandt. Im Anschluss sollen Jugendlichen und Senioren gemeinsam durch die Stadt ziehen und aktuelle Bilder der eingeschickten Ansichten machen. Zum Stadtfest solle es dann eine große Ausstellung geben, sagt Quandt. Offizieller Start des Projektes ist bereits am 1. März.

Im Mai folgt dann schon die nächste Aktion: Der Jürgenshäger Künstler Karl-Michael Constien wird Jugendlichen und Senioren in die Grafitti-Kunst einführen. „Die Senioren denken ja in der Regel, dass das Schmierereien sind. In vielen Fällen stimmt das, aber wir wollen ihnen zeigen, dass Grafitti auch Kunst sein kann“, so Jörg Quandt. Als „Sprüh-Unterlage“ dient das Jugendclubgebäude in der Lindenbruchstraße. „Es gibt noch eine etwa 20 bis 25 Quadratmeter große Fläche, die frei ist und gestaltet werden kann“, verrät der Jugendclubleiter. Durch die Aktionen hätten Jugendliche und Senioren einmal die Möglichkeit, sich näher kennenzulernen. Ein Konzept, das gut ankommt. „Als ich den Jugendlichen davon erzählt habe, sind sie sofort auf den Vorschlag eingegangen. Sie fanden es gleich sehr interessant“, erzählt Jörg Quandt.

Ähnliche Projekte wird es in Zukunft nun wohl öfter in Schwaan geben. Denn das Netzwerk Schwaan hat sich auf die Fahne geschrieben, die verschiedensten Angebote für die Einwohner, egal welchen Alters zu koordinieren und verstärkt gemeinsame Projekte anzuschieben. Die Stadt bekommt dafür bis 2020 Fördermittel – 30 000 Euro jährlich. Die Gelder fließen aus dem Bundesprogramm „Mehrgenerationenhaus“. Die Stadtvertreter haben zudem einen Eigenanteil von 10 000 Euro beschlossen.

Hintergrund der Förderung ist der geplante Campus der Generationen, in dem die verschiedenen Einrichtungen unter einem Dach zusammenkommen sollen. Auch wenn dieser zentrale Ort bislang nicht existiert, unterstützt der Bund die von den Schwaaner Einrichtungen gemeinsam entwickelten Ideen bereits jetzt.

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