Güstrow : Jugendliche kämpfen für Skaterbahn

Wollen den Skaterplatz für die Güstrower Jugendlichen wieder attraktiver machen: Daniel Schmidt und Jugendklubleiterin Heike Mittelstädt.  Fotos: Jens Griesbach
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Wollen den Skaterplatz für die Güstrower Jugendlichen wieder attraktiver machen: Daniel Schmidt und Jugendklubleiterin Heike Mittelstädt. Fotos: Jens Griesbach

Platz am Güstrower Filter soll attraktiver werden / Klubleiterin Heike Mittelstädt hofft auf Unterstützung

svz.de von
10. März 2014, 15:16 Uhr

Gute Nachrichten für die Jugendlichen in Güstrow, vor allem für die große Zahl von Skatern, Sprayern und BMX-Fahrern in der Stadt: Die beliebte Skaterbahn am Filter soll schon bald umgestaltet und erneuert werden. „Der Platz soll insgesamt attraktiver werden. Zurzeit präsentiert er sich ungepflegt und zweckentfremdet“, sagt Heike Mittelstädt, Jugendsozialarbeiterin im Jugendklub „Alte Molkerei“ in Güstrow, bei der die Fäden für das Projekt zusammenlaufen. Die Ideen zur Neugestaltung des Platzes kommen unterdessen von den Jugendlichen selbst. „Sie wollen sich selbst voll einbringen“, unterstreicht die Jugendklubleiterin.


Zur Unterstützung Partner gesucht


Die Jugendlichen haben Pläne gezeichnet und ihre Ideen auch bereits in einer Gesprächsrunde mit dem Stadtentwicklungsamt diskutiert. „Das zeigt, wie ernst ihnen das Thema ist“, sagt Heike Mittelstädt. Die Stadt habe Unterstützung zugesagt, allerdings dürfe es kein Geld kosten. Deshalb hat die Jugendklubleiterin auch bereits 4000 Euro über die Aktion Mensch eingeworben. Doch das reiche nicht aus. „Wir hoffen, für das Projekt noch Partner zu finden, die uns Material oder ihre Arbeitsleistung zur Verfügung stellen“, sagt sie.

Der Skaterplatz präsentiert sich gerade ziemlich verwahrlost. Der 27-jährige Daniel Schmidt aus Güstrow ist hier fast täglich mit seinem BMX-Rad unterwegs. „Überall liegen Scherben. Man muss den Platz erstmal sauber machen, bevor man fahren kann. Die Verletzungsgefahr ist hoch“, sagt er. Meistens nehme er neben seinem Fahrrad auch immer einen Besen mit. Daniel Schmidt hat mitgearbeitet an der Neukonzeption des Skaterplatzes, war auch bei der Unterredung mit der Stadt dabei.


Jugend wünscht sich mehr Elemente


„Wir möchten noch mehr Elemente auf dem Platz, zudem eine Mauer, auf der sich die Sprayer legal austoben können“, sagt er. Für die neu zu errichtende Mauer ist Heike Mittelstädt bereits in Gesprächen mit der Start GmbH, die die Jugendlichen beim Bauen unterstützen könnte. Sie macht im Jugendklub „Alte Molkerei“ zahlreiche Projekte mit Sprayern und auch Skatern. „In Abstimmung mit der Stadt suchen wir ständig Flächen für legale Graffiti“, sagt die 38-Jährige. Und Daniel Schmidt bestätigt: „Wir haben in Güstrow eine große Szene von Skatern, Sprayern und BMXern. Oft müssen die woanders hin, um ihr Hobby auszuüben. Deshalb wollen wir den Skaterplatz auf Vordermann bringen. Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir aus dem Platz was Vernünftiges machen“, ist er überzeugt.

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