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Bützower Zeitung

13. Dezember 2017 | 00:45 Uhr

Tarnow : Jens Böckenheuer zielt am besten

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Beim Tag der offenen Tür des Tarnower Schützenvereins konnten sich Besucher ausprobieren / Schützenkönige wurden ermittelt

svz.de von
erstellt am 19.Jun.2017 | 09:00 Uhr

Der Schützenzunft über die Schulter schauen, das konnten Interessierte am Sonnabend in Tarnow. Denn der Schützenverein feierte sein 25-jähriges Bestehen und veranstaltete deswegen einen Tag der offenen Tür.

Dabei war nicht nur das Gucken, sondern vielmehr das Probieren ausdrücklich erwünscht. Der Verein hatte sich nämlich etwas besonderes überlegt: Einen offenen Wettbewerb. In den Disziplinen Kleinkaliber-Kurzwaffe, Kleinkaliber-Langwaffe sowie Großkaliber auf Fallscheibe konnte jedermann mitmachen und in die Wertung eingehen. Mit Tom Stegmann kam bei der Kleinkaliber-Langwaffe sogar jemand unter die ersten Drei, der keinem Schützenverein angehört. Doch da Übung bekanntlich den Meister macht, überraschte es nicht, dass Schützenvereinsmitglieder die Disziplinen für sich entschieden.

Zu Besuch auf der Anlage am Fuchsberg waren viele Partnervereine. Schützen aus Neukloster, Laage, Güstrow, Bützow und Krakow kamen, genau wie Jürgen Frohriep als Vertreter des Kreisschützenverbands. Aber auch viele Besucher fanden den Weg nach Tarnow, „vor allem um die Mittagszeit“, sagt Vorsitzender Andreas Voges. Voller Freude konnte er auch davon berichten, dass sich zwei potenzielle neue Mitglieder gemeldet haben. „Zwei junge Leute“, so Voges. Dies freue ihn und den ganzen Verein sehr, denn der Schützenverein kämpft mit Nachwuchsproblemen. Schätzungsweise liege das Durchschnittsalter um die 60 Jahre.

Um das zu ändern sollen Tage wie der am Sonnabend dienen. Doch damit nicht genug, denn der Tarnower Schützenverein kann sich auch vorstellen, mit Schulen zusammenzuarbeiten, beispielsweise beim Bogenschießen in Projektgruppen. „Es muss ja nicht gleich Großkaliber sein“, so Andreas Voges.

Solchen Zusammenarbeiten stehe häufig das Vorurteil gegenüber, dass Schützen „Baller-Wütige“ seien. Mit diesem Gerücht will Andreas Voges aufräumen. „Das ist Quark.“ Wenn jemand Olympiasieger im Schießen wird, habe dieser auch ganz unten in einem kleinen Verein angefangen. Es sei Sport, der Hingabe und Übung erfordere. „Natürlich kann man mit einer Pistole Unfug machen. Aber das kann man mit einem Küchenmesser auch, was statistisch zudem auch noch bedeutend häufiger vorkommt.“ Schießen sei ein Breitensport, nichts anderes.

Und wer sich darin mal ausprobieren möchte, muss nicht bis zum nächsten Tag der offenen Tür warten. „Wir bieten auch Schießtraining an“, erklärt Andreas Voges. Ohne Mitgliedschaft könne man sich nach Einweisung und unter Aufsicht gegen eine Gebühr – die übrigens die Versicherung abdeckt – ausprobieren.

Loswerden wollte Andreas Voges auch noch einen Dank an alle Sponsoren und Unterstützer, ohne die dieser Tag nicht möglich gewesen wäre.

Kontakt zum Tarnower Schützenverein bei Andreas Voges unter Telefon 038461/91 13 64 oder 0173/608 66 54

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