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Bützower Zeitung

25. November 2017 | 09:08 Uhr

Bützow : Jedes Kind bringt 2500 Euro

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Hauptausschuss verändert Entwurf der Förderrichtlinie für junge Familien, die in Bützow ein Haus bauen oder kaufen wollen

von
erstellt am 26.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Mit einem finanziellen Zuschuss wollen die Bützower Stadtvertreter junge, bauwillige Familien nach Bützow locken beziehungsweise das Hierbleiben unterstützen. Seit Januar diskutieren die Fraktionen und Ausschüsse über den Entwurf einer entsprechenden Zuwendungsrichtlinie. Die wurde jetzt im Hauptausschuss noch einmal gründlich verändert, um das Verfahren zu vereinfachen und vor allem gerechter zu machen, wie Ralf-Peter Katzer (UBB) meint.

Gefördert werden sollen junge Familien mit Kindern, die in Bützow ein Haus bauen oder eine Immobilie erwerben. Angeschoben hatte die Diskussion auf der Sitzung am Montagabend SPD-Fraktionschef Joachim Fiedler. Nach dem bisherigen Entwurf der Förderrichtlinie könnten jungen Familie mehr als 9000 Euro erhalten. Denn für jedes Kind würde die Förderung „zehn Prozent des Grundstückskaufpreises [...] bzw. des aktuellen Grundstückswertes“, maximal jedoch 30 Prozent betragen, heißt es in der Richtlinie. Auch die maximale Flächengröße sollte auf 700 Quadratmeter festgeschrieben werden.

Joachim Fiedler fand die Höhe der Förderung „im Vergleich zu dem, was wir für Vereine zur Verfügung haben“, das sind 4500 Euro, nicht angemessen. Deshalb wollte der SPD-Fraktionschef die maximale Förderung drücken.

Für UBB-Fraktionschef Ralf-Peter Katzer war das die Steilvorlage, das angestrebte Verfahren generell in Frage zu stellen. „Wir sollten die Förderung nicht an der Grundstücksgröße und dem Grundstückspreis festmachen. Wir sollten eine bestimmte Summe pro Kind festlegen. Das ist gerechter“, so Katzer. „Ein fester Betrag pro Kind. Da habe ich nichts dagegen“, befand auch Frank Schröder. Der CDU-Fraktionschef führte den Gedanken gleich weiter und schlug vor, die Förderung auf alle Kinder zu erweitern. In dem bisherigen Entwurf waren maximal drei Kinder berücksichtigt worden.

Schnell einigten sich die Ausschussmitglieder dann auf einen Betrag von 2500 Euro pro Kind. Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) kündigte an, kurzfristig den Entwurf der Zuwendungsrichtlinie zu überarbeiten und den Stadtvertretern zuzuschicken. Denn die sollen bereits auf der Mai-Sitzung darüber entscheiden.

Eine Entscheidung, die „nachhaltig sein“ sollte, so Ralf-Peter Katzer und fügte an, dass man bei dem Zuschuss pro Kind nicht zu hoch greifen wolle. Das ist auch Manfred Urban (Die Linke) wichtig, der sich bei Grüschow erkundigte, wie die Kommunalaufsicht zu den Plänen steht. Ein solcher Beschluss müsse angezeigt werden. „Es ist aber unsere Entscheidung, wie jede andere freiwillige Leistung“, erklärte der Bürgermeister. Sie könne auch wieder einkassiert werden, wenn der städtische Haushalt dies nicht hergibt. Diese Gefahr sehen die Ausschussmitglieder mit ihrem jetzigen Vorstoß nicht. „Wir wollen Anreize schaffen, einen kleinen Bonus geben“, so Alfred Matzmohr (CDU).

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