Jeder Fingerabdruck ist anders

Die Schüler der Inselseeschule Güstrow lernten live, wie die Polizei Fingerabdrücke sichert.  Foto: privat
Die Schüler der Inselseeschule Güstrow lernten live, wie die Polizei Fingerabdrücke sichert. Foto: privat

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14. Juni 2012, 10:51 Uhr

„Was muss ein Polizist alles können?“ Das war nur eine der Fragen, die uns, der Klasse 6b der Güstrower Inselseeschule, bei unserem Projekttag bei der Polizei in der Güstrower Fachhochschule auf den Nägeln brannte. Mit seiner Hilfe von Herrn Harwich trugen wir viele Dinge zusammen und kamen auf Schießen, Verfolgungsjagden, Aktenführung und vieles mehr. Dann fragte er, was es für Spuren am Tatort gibt und wir hatten viele Ideen, wie z.B. Fingerabdrücke, DNA-Spuren, Speichel, welcher sich meist an Zigarettenkippen befindet, usw.


Herr Harwich erklärte uns, dass es drei Arten von Polizei in MV gibt: die Wasserschutzpolizei, die Landespolizei und die Kriminalpolizei. Nach einer kurzen Einleitung zogen wir uns Kittel an, weil es nun etwas schmutzig werden würde. Die Klasse war sehr gespannt, was jetzt kommt. Wir gingen in einen anderen Raum, indem wir Fingerabdrücke sichtbar machen konnten. Auf jedem Platz lagen verschiedene Gegenstände, die nun benötigt wurden, z.B. eine Tasse oder ein Teller. Diese Gegenstände berührten wir mit unserem rechten Daumen. Nun waren unsere Fingerabdrücke drauf. Herr Harwich erklärte uns, dass jeder Fingerabdruck anders ist. Wir nahmen einen flauschigen Pinsel, welcher voller Ruß war und drehten ihn über den Gegenstand. Jetzt sah man unsere Fingerabdrücke sehr deutlich. Um sie zu fixieren, nahmen wir ein kleines Stück weiße Gelatinefolie. Die Schutzfolie wurde abgezogen und die Gelatinefolie mit der klebrigen Seite auf die Fingerabdrücke gedrückt. Fertig waren die fixierten Fingerabdrücke. Mit einem Papiertuch machten wir den Gegenstand wieder sauber.


Jetzt drückten wir unsere Zeige- und Mittelfinger auf den Gegenstand. Um die Fingerabdrücke sichtbar zu machen, nahmen wir dieses Mal ein silbernes Magnetpulver und einen Magnetstift. Wir tauchten den Stift in das Pulver und blitzschnell bildete sich eine Traube am Stift. Mit dieser Traube strichen wir über die Fingerabdrücke. So wurden auch diese sichtbar.


Nach getaner Arbeit räumten wir alles weg, wuschen uns die teilweise schwarzen Hände und auch manche schwarze Nase und gingen wieder in den ersten Raum. Hier bekamen wir einen Vordruck und die ersten fünf Schüler wurden auf den Flur geschickt. Die anderen hatten Essenpause. Dort wurden uns die Finger schwarz angemalt und auf einem Vordruck abgerollt. Nach dem erneuten Händewaschen verglichen wir unsere gesicherten Fingerabdrücke mit denen auf dem Vordruck. Sie waren identisch, aber spiegelverkehrt. Das war interessant. Dann waren die zwei Stunden leider auch schon vorbei. Der Klassensprecher Wolfgang Millrath und seine Stellvertreterin Jenny Bannier bedankten sich bei Herrn Harwich für die interessanten Stunden. Anschließend verabschiedeten wir uns. Danke an alle, die uns diesen Projekttag ermöglicht haben. Es war ein toller Tag.

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