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Schwerster Unfall des Jahres : Jede Hilfe kam zu spät

vom

Drei Menschen sterben bei Frontalzusammenstoß, drei Schwerverletzte kämpfen in der Klinik um ihr Leben

svz.de von
erstellt am 22.Aug.2014 | 20:00 Uhr

Es ist das tragische Ende einer sonnigen Urlaubsfahrt: Ein junges Paar aus Zittau war am Nachmittag  gegen 14.30 Uhr auf der Landesstraße 11  aus Jürgenshagen kommend in Richtung Bützow unterwegs. Nach einer Kurve verlor der 18-jährige Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen, kam von der Fahrbahn ab und prallte frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug noch vor der Abzweigung Kurzen Trechow zusammen.  

Beide Wagen verkeilten sich ineinander, so dass die Feuerwehr nur mit Hilfe schwerer Technik die eingeklemmten Personen befreien konnte. Ersthelfer konnten zuvor den Fahrer des Renault Laguna bergen, leiteten auch Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Jedoch waren die Verletzungen des 18-Jährigen so schwer, dass er noch am Unfallort verstarb. Auch seine 18-jährige Freundin konnte nur noch tot aus dem völlig deformierten Wagen geborgen werden.

Im anderen Wagen war eine Familie aus dem Landkreis Rostock. Der 73 Jahre alte Fahrer und seine 46-jährigen und 53-jährigen Verwandten  wurden schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in die Kliniken nach Rostock und Güstrow geflogen. Für eine 72-jährige Bekannte des Fahrers, die hinten links saß, kam ebenfalls jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch am Unfallort.

Insgesamt 31 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren  Kurzen Trechow/Moisall, Bützow und  Bernitt waren im Einsatz und haben die Rettungskräfte mit schwerer Technik und Schneidgeräten unterstützt. Die Landesstraße 11 war  für über fünf Stunden komplett  gesperrt.  Der Verkehr wurde  über Kurzen Trechow und Bernitt umgeleitet.

Ein Sachverständiger der Dekra wurde angefordert und beschäftigt sich nun mit der Ursachenforschung, warum der Wagen von der Fahrbahn abgekommen ist. Ein schwacher Trost für die Angehörigen, denn der Grund für diesen bislang schwersten Unfall im Landkreis in diesem Jahr macht das Leid nicht geringer. „Wir können nur hoffen, dass so etwas so schnell nicht wieder passiert. Es ist immer traurig, wenn die Jungs zu solchen Unfällen raus müssen. Aber sie geben immer ihr Bestes“, versichert Amtswehrführer Ralf Ackerhans. Er war einer der ersten Helfer an der Unfallstelle.

Zum gesundheitlichen Zustand der Schwerverletzten konnte bis Redaktionsschluss keine Aussage getroffen werden. „Wir werden nur im Todesfall informiert. Wir rufen auch nicht an und fragen ständig nach, wie es den Unfallopfern geht. Die Ärzte tun ihr Möglichstes“, erklärte Polizeisprecherin Kristin Hartfil von der Polizeiinspektion Güstrow.

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