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Rühner Kirche : Jahrhunderte alter Staub weggefegt

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Im Glockenturm der Rühner Kirche sammelten sich über viele Jahre Dreck und Bauschutt / Eine Aufräumaktion schaffte nun Abhilfe

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Der Rühner Glockenturm thront hoch über dem Ort und macht von außen auch ordentlich was her. Im Inneren sah das bis Sonnabend aber noch ganz anders aus. Bei einem Arbeitseinsatz sollte endlich klar Schiff gemacht werden.

Der Vorstand des Rühner Klostervereins hatte im Namen der Kirchengemeinde Baumgarten um Hilfe bei der Aktion gebeten. Am Ende fegten, schippten und putzte Bürgermeister und Vereinsvorsitzender Hans-Georg Harloff mit zwei Helfern: Martin Vorbeck und Jürgen Grewe.

Die letzten Meter in den Turm sind schon ein kleines Abenteuer. Über eine Leiter geht es durch einen engen Aufgang die Dunkelheit nach oben. Die Luke müssen die drei direkt wieder hinter sich schließen – der Turm bietet nur wenig Raum.

Deshalb waren sie auch nicht wirklich unglücklich über den fehlenden Andrang bei der Aufräumaktion. Denn auf geschätzten 16 Quadratmetern im Glockenturm, zwischen Gebälk und engen Leitern wäre auch kaum mehr Platz für weitere Helfer gewesen. „Hier liegen bis zu 15 Zentimeter Bauschutt drauf“, berichtet Harloff. In der Vergangenheit sei immer wieder kräftig saniert, aber der Schutt einfach liegen gelassen worden.


Staub hält Feuchtigkeit


Anlass für die Aktion war der Besuch eines Gutachters, der im vergangenen Jahr den Kirchturm, vor allem aber die Glocken, unter die Lupe nahm. Ihm entging nicht, dass hier wirklich überall Bauschutt lag. Zentimeter hoch hatte dieser sich über viele Jahre zusammen mit Staub und Dreck auf Boden und Balken abgelagert.

Problematisch daran ist, dass der Schmutz Feuchtigkeit aufnimmt und an das Gebälk abgibt. Keine gute Grundlage für die 800 Jahre alte Bausubstanz des Klosters.

Pastorin Helga Müller nahm den Gutachter beim Wort. „Sie hat dann den Verein um Hilfe gebeten“, so Harloff und schließlich wurde die Aufräumaktion anberaumt.

„Nun räumen wir das auf und dann müsste es wieder gut sein“, betont Harloff, während er das letzte Kehrblech vor der wohlverdienten Pause füllt. Gar nicht so einfach in der beengten Situation. Martin Vorbeck hilft recht umständlich mit einem Besen nach.

Etliche Schindelstücke, aber auch Nägel und andere kleine Stücke erschwerten die Arbeit. Nach kurzer Zeit stand der Staub förmlich in der Luft.

„Wer weiß, wann hier das letzte Mal aufgeräumt wurde“, fragt Harloff in die Runde. „Das ist sehr, sehr lange her“, antwortet Martin Vorbeck, in eine Staubwolke gehüllt.

 

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