Bützow : Jahresstart mit gläsernem Rathaus

Was für ein Spaß: Kinder nehmen die Spielgeräte im „Park am Schloss“ in Besitz.
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Was für ein Spaß: Kinder nehmen die Spielgeräte im „Park am Schloss“ in Besitz.

SVZ-Gespräch mit Bützows Bürgermeister Christian Grüschow über Erreichtes in 2017 und Pläne für das neue Jahr

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06. Januar 2018, 12:00 Uhr

Mit dem Umzug der Mitarbeiter der Kasse in den zurückliegenden Tagen ist die Umstrukturierung im Bützower Rathaus abgeschlossen. „Wir konnten den Zeitplan, den wir uns zurechtgelegt haben, einhalten“, resümiert Bützows Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) im Gespräch mit der Bützower Zeitung. Das Projekt „Verwaltung 2.0“ war eines der zentralen Aufgaben im zurückliegenden Jahr.


Bürgermeister: „Wir sind ein offenes Haus“

Nun gebe es vier Fachbereiche, Aufgaben hätten sich verlagert und verändert. Es sei eine Zeit gewesen, die auch den Mitarbeitern viel abverlangt habe. Die ersten Vorbereitungsmaßnahmen seien bereits 2014 durchgeführt worden. Strukturen, die sich über Jahrzehnte verfestigt hatten, wurden aufgebrochen. Der Verwaltungschef räumt ein, dass es anfangs auch viel Unruhe und Skepsis gab. Das sei verständlich, wenn sich Aufgaben für einzelne Mitarbeiter zum Teil komplett verändern. „Das ist schon ein Eingriff“, erklärt Christian Grüschow, sagt aber auch: „Je länger das Projekt andauerte und die einzelnen Mitarbeiter abschätzen konnten, in welche Richtung es gehen wird, umso verständnisvoller gingen sie mit der Situation um.“ Zudem habe es auch von Anfang an positive Reaktionen gegeben, Leute, die gesagt hätten, es werde Zeit, dass das angepackt wird.

„Die Baumaßnahmen sind ja jetzt abgeschlossen und ich habe schon ganz viele Reaktionen von Mitarbeitern, Bürgern und Stadtvertretern gehört, die sagten, so schön hätten sie sich das nicht vorgestellt.“ Die neue Optik im Foyer mit der Verglasung vermittelt, „dass wir ein offenes Haus sind. Und das wollen wir ja auch sein“, so Christian Grüschow.


Neues Freizeit- und
Erholungsareal

Hinter einem zweiten großen Bauvorhaben konnte der Bürgermeister ebenfalls einen Haken machen. Die Neugestaltung des ehemaligen Rosengartens zum Park am Schloss. Damit ist der erste von insgesamt fünf Bauabschnitten zur Umgestaltung des gesamten Schlossareals realisiert. „Da haben wir viel Arbeit reingesteckt. Es ging ja nicht nur um die Neubegrünung, sondern um eine komplett neue Art der Nutzung, weg von einer Grünfläche hin zu einem Freizeit- und Erholungsareal. Dahinter steckt ja eine Idee und eine Vision. Die muss sich jetzt in der Praxis bewähren. Wir haben, so denke ich, daraus ein gutes Projekt gemacht. Nun müssen wir sehen, wie der Bürger das annimmt und nutzen möchte.“

Gefreut habe er sich, dass die Wiederbelebung des Citylaufs zu den Gänsemarkttagen so erfolgreich war. Christian Grüschow ist überzeugt: „Ein solcher Lauf hat ein erhebliches Potenzial. Das gilt es in den nächsten Jahren auszubauen, im Interesse aller, nicht nur der Stadt, sondern auch aller Sponsoren.“

Weiter wäre der Verwaltungschef gerne mit der Neugestaltung des Kirchenplatzes gekommen. Jedoch hätte sich gezeigt, dass das Vorhaben eine lange Vorbereitungszeit benötigte, da es mit verschiedenen Landesämtern abgestimmt werden musste. Nun werde es aber 2018 realisiert. Der Baustart ist bereits erfolgt.


Neue Flächen für Wohnraum schaffen

Strategisch wurden 2017 die Voraussetzungen geschaffen, dass neue B-Plangebiete, Flächen für den Wohnungsbau, geschaffen werden können. „Das alles sind langwierige Verfahren. Satzungstechnisch sind wir aber damit im Warnowweg durch. Die Beräumung der Fläche ist fast abgeschlossen. Und auch der große B-Plan zwischen Bützow und Pustohl ist im Verfahren“, so der Bürgermeister.

Während Christian Grüschow davon ausgeht, bei diesem zweiten B-Plan-Gebiet 2019 in die Veräußerung der Flächen zu gehen, werde das für den Warnowweg 2018 angestrebt. Anfragen gebe es reichlich. „Ich bin mir sicher, dass wir die Bauplätze sehr schnell verkauft bekommen“, sagt der Bürgermeister. Noch steht nicht fest, wie die Vergabe erfolgt und zu welchem Preis.


Die Elefantenbrücke muss kommen

Eine klare Ansage gibt es von Christian Grüschow zum Thema Elefantenbrücke: „2018 muss die Brücke da sein.“ Er unterstreicht, dass der Weg dorthin, nachdem feststand, dass man wieder die konventionelle Variante möchte, richtig war. Die Planung, das Einwerben von Fördermitteln, das alles habe Zeit in Anspruch genommen.

Insgesamt sehe er 2017 als ein erfolgreiches Jahr: „Wir haben alles das, was wir uns oder ich mir persönlich vorgenommen habe umgesetzt, beziehungsweise auf den Weg gebracht. Uns sind viele gute Sachen gelungen“, so Grüschow. Er denke zum Beispiel an das Jugenddomizil, das neu gebaut werden soll und die Neugestaltung des Bahnhofareals. Für letzteres liege eine finale Projektierung vor, die bei der nächsten Bauausschusssitzung zur Beratung ansteht.

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