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Schwaan : Ja zu unberührter Natur und Nein zu Stolperfallen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bürgermeister möchte mehr Ordnung / Umweltbehörde gibt kein grünes Licht

svz.de von
erstellt am 30.Mai.2014 | 18:41 Uhr

Es hat schon seinen Charme, das Areal zwischen der Schwaaner Kunstmühle und dem Seitenarm der Beke. Das bestätigt auch Bürgermeister Mathias Schauer. Doch so ganz passt es dem Stadtoberhaupt nicht, dass er das Ganze nicht noch ein bisschen besser machen darf. „Wir haben einen Teil der Wege auf den freien Grünflächen bereits mit einem Metallband einfassen lassen, sodass der Sand nicht ausgefahren wird“, erklärt er die Grundidee seines Plans. Denn das Grün hinter der Schwaaner Kunstmühle soll von den Einwohnern der Stadt und auch den Besuchern bald noch besser genutzt werden können. Auch die weiter in Richtung Wasser angesiedelten Bootsbesitzer sind mit in seinen Plan aufgenommen. „Wir sind eine Stadt am Wasser, an der Warnow. Und wir haben auch die Beke und die Seitenarme. Dass hier keine großen Schiffe fahren können, das ist klar. Aber die Schwaaner, die hier schon immer mit ihren kleinen Booten entlang schippern, sollten das auch künftig tun können“, sagt der Bürgermeister. Und genau das sieht er in Gefahr. Denn immer wieder kippen die Bäume rechts und links des Seitenarms ins Wasser. „Wir sollen einfach zugucken, sagt die Naturschutzbehörde. Doch wenn das so weiter geht, dann fließt hier bald nichts mehr. Und ein Boot kommt erst recht nicht mehr durch“, befürchtet Schauer.

Aber nicht nur da machen ihm die Pappeln Sorgen. Auch an den Wegen bis zum Seitenarm wurden sie vor vielen Jahren entlang des Weges gepflanzt. „Das fanden die damals wohl schick. Heute sind es nur noch Stolperfallen. Die Wurzeln drücken die Erde nach oben oder gucken teilweise aus dem Boden. Hier kann kein Mensch vernünftig lang gehen. Das würden wir gern ändern“, sagt der Bürgermeister. Darf er aber nicht. Denn auch hier hebt die Umweltbehörde den Finger. „Aber so schnell geben wir nicht auf, denn wir wollen ja keine Asphaltwege durch ein Naturschutzgebiet ziehen, sondern lediglich die Stolperfallen beseitigen. „Denn wer zahlt eigentlich, wenn etwas passiert?“ fragt sich Schauer.

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