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Bützower Zeitung

18. Oktober 2017 | 18:58 Uhr

"Ist die Brennholzmafia aktiv?"

vom

svz.de von
erstellt am 08.Dez.2011 | 10:33 Uhr

güstrow/gremmelin | Lange Autoschlangen stauten sich gestern zeitweise minutenlang auf der B103/104 zwischen Klueß und der Ampelkreuzung am Natur- und Umweltpark. Der Grund waren Baumpflegearbeiten an den Straßenrändern. Unser Leser Klaus-Dieter Bossow verfolgt solches Geschehen schon seit einiger Zeit, so bei Vietgest, weiter nach Teterow, nahe der Plaazer Brücke oder auch zwischen Lüssow und Groß Schwiesow, wie er berichtet. "Mir kommt da die Galle hoch!", empörte sich Herr Bossow am Telefon. "Die Bäume tun doch keinem Menschen etwas", meint der Gremmeliner und vermutet gleich, dass hier "die Brennholzmafia" am Wirken sei.

Letzteres sei so gar nicht der Fall, weist Holger Michel den bösen Vorwurf von sich. Güstrows Stadtförster war an der gestrigen Aktion in Höhe des Natur- und Umweltparks (Nup) beteiligt und erklärt, dass es sich um eine so genannte erweiterte Verkehrssicherheitsmaßnahme handele. "Wir stellen das Lichtraumprofil für die Straße wieder her, auch für den Radweg", sagt der Fachmann. Das müsse alle paar Jahre geschehen, wenn Äste zu dicht an die Straßen und Wege reichten, viel Totholz dabei ist oder Bäume sich bedrohlich zur Fahrbahn hin neigen. Zwischen Klueß und Nup arbeitet die Stadtförsterei Hand in Hand mit dem Umweltpark und der Straßenmeisterei. An dieser Straße ist die Barlachstadt Güstrow Eigentümer der Heidberg-Seite, dem Nup wiederum gehört die dem Umweltpark zugewandte Fahrbahnseite. "Und der Eigentümer des Waldes kann mit dem Holz machen, was er will", stellt Holger Michel zugleich klar. Natürlich werde das Holz einer Nutzung zugeführt, vordergründig jedoch bestehe keinerlei wirtschaftliches Interesse an der Aktion.

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