Bützow : Island lernt von Stadt an der Warnow

Annette Hübner und Sabine Prescher führen die Gäste aus Island, Gudrun Jonsdottir und Einar Palsson (v.r.) durch das Museum.
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Annette Hübner und Sabine Prescher führen die Gäste aus Island, Gudrun Jonsdottir und Einar Palsson (v.r.) durch das Museum.

Museumsleiterin der Vulkaninsel besucht das Krumme Haus. Deutscher Bibliotheksverband vermittelte den Kontakt

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06. April 2017, 21:00 Uhr

Ein Museum, eine Bibliothek sowie ein Stadtarchiv unter einem Dach und unter einer Leitung. Was Bützower seit mehr als 15 Jahren kennen, ist in Deutschland noch nicht so selbstverständlich. „Wir waren damals, im Jahr 2000 ein Pilotprojekt“, sagt Sabine Prescher, die Teamleiterin im Krummen Haus. Daraus ist für Bützow längst viel mehr geworden. Und das scheint sich rumgesprochen zu haben. In dieser Woche bekam das Team des Hauses Besuch aus Island. Gudrun Jonsdottir besuchte Bützow – mit einem Auftrag.

Ihre Gemeinde hätte ihr ein wenig Geld für eine solche Reise in die Hand gegeben. „Ich habe mich dann an den Deutschen Bibliotheksverband gewandt. Und der hat mir Bützow empfohlen“, erzählt der Gast von der Vulkaninsel. Denn auch in ihrer Heimatgemeinde sind die verschiedenen Einrichtungen unter einem Dach. In der Hinsicht gibt es Ähnlichkeiten zwischen Bützow und Borgarnes, das ist ein Teil der Ortschaft Borgarbyggd im Süden Islands. „Ich bin hier, um Erfahrungen zu sammeln und von anderen zu lernen, wie sie das machen“, sagt Gudrun Jonsdottir. Bevor sie nach Bützow kam, war sie schon in einem kleinen Ort bei Hamburg. „Dort sind die Einrichtungen noch getrennt“, sagt Jonsdottir.

Das Musuem im isländischen Borgarnes.
Foto: privat
Das Musuem im isländischen Borgarnes.
 

In Bützow zeigte sie sich beeindruckt von dem historischen Haus, in dem die Einrichtungen untergebracht sind. Auch die Verbindung zur benachbarten Schule, und wie dieser enge Kontakt genutzt wird, Kinder bereits ganz früh an Bücher und ans Lesen heranzuführen, gefalle ihr.

Ihr Haus in Island sei zum Beispiel nur am Nachmittag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Es sei eine Begegnungsstätte für die Einwohner. „Viele kommen zu uns, um die Zeitung zu lesen, weil sie selbst keine haben“, so der Gast aus Island.

Für Sabine Prescher, Annette Hübner und Angela Pupke waren die Gespräche sehr interessant. „Und dass der Bibliotheksverband genau uns empfohlen hat, erstaunt uns und erfreut uns zugleich“, sagt Sabine Prescher.

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