Schwaan : Interkulturelle Schüler

Ein Bild zur Erinnerung: Die Schüler der 10. Klasse in Italien.
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Ein Bild zur Erinnerung: Die Schüler der 10. Klasse in Italien.

Die Prof. Franz-Bunke-Schule widmet sich zwei internationalen Projekten

svz.de von
06. Mai 2017, 16:00 Uhr

Wer hätte gedacht, dass der Alltag der Schüler von der Prof. Franz-Bunke-Schule in Schwaan so international ist? Gleich in zwei Projekten engagiert sich die Schule momentan. Zum einen bekommt die 10. Klasse Besuch von italienischen Austauschschülern, zum anderen fahren Schüler für ein Klima-Projekt nach Dänemark.

„Unsere persönliche Italienreise begann im Prinzip schon vor zwei Jahren. Damals haben wir angefangen, uns mit Martin Luther und der Reformation zu beschäftigen“, sagt Lehrerin Petra Paul. Ihre 10. Klasse nimmt für eine Woche 22 italienische Austauschschüler bei sich auf.

Der Austausch entstand durch den Unterricht zu Luther. Aus dem Thema hat Petra Paul ein Projekt geschnürt. „Wir fuhren zur Wartburg, informierten uns zur Reformation und den 72 Thesen und nahmen Kontakt mit der evangelischen Kirche auf“, erzählt Petra Paul. Darauf bekamen sie und ihre Klasse die Chance, bei einem Austauschprogramm mit einer italienischen Schule mitzumachen.

In Italien hat die 10. Klasse aus Schwaan im vergangenen September am collegio valdese, einer evangelischen Schule, einen einwöchigen Austausch erlebt. „Das Thema lautete ,Reformation in anderen Ländern‘. Gerade in Italien, wo die Mehrheit katholisch ist, war das ziemlich spannend zu erleben“, erzählt Petra Paul. In der Stadt Torrepellice in der Nähe von Turin haben die Jugendlichen gemeinsam die reformierte Kirche besucht.

Während ihrer Zeit in Italien lebten die Jugendlichen alle in Gastfamilien. „Davon haben die Schüler persönlich ganz viel mitgenommen“, berichtet die Lehrerin. Nun haben sie die Italiener zu sich einladen. Ab heute werden sie in Gastfamilien in Schwaan und Umgebung unterkommen. Der Besuch wird genutzt, gemeinsam etwas über die Reformation in der Warnowstadt herauszufinden.„Wir planen, am Sonntag zusammen in den Gottesdienst zu gehen. Außerdem möchten wir unseren Austauschschülern das Doberaner Münster zeigen. Und auch die Ostsee soll nicht zu kurz kommen“, sagt Petra Paul. Am 13. Mai werden die italienischen Schüler dann wieder den Heimweg antreten. „Wir hoffen aber sehr, dass ein Kontakt zwischen unseren Schulen bestehen bleibt“, sagt Petra Paul. Immerhin kommt neben einer Lehrkraft auch der Schulleiter des collegio valdese mit nach Schwaan. „Die Schüler halten untereinander natürlich ohnehin Kontakt – mit den sozialen Medien. Aber eine Zusammenarbeit der Schulen, das ist unser Ziel“, sagt Petra Paul.


Gemeinsam den

Klimawandel stoppen

Bei dem zweiten internationalen Projekt geht es ebenfalls um einen Austausch. Einen Austausch an Ideen dazu, wie der Klimawandel zu stoppen ist. Dafür fahren zwölf Schüler aus den Klassen 7, 8 und 9 für eine Woche nach Dänemark. Von heute bis zum 13. Mai nehmen sie in Nykøbing an verschiedenen Workshops teil. Unter dem Motto: „stop the climate change“ – stoppt den Klimawandel – kommen Schüler aus Dänemark, Polen, Schweden, Litauen und Deutschland für das EU-Projekt zusammen.

„Dafür haben sich bei uns Schüler gefunden, die gerne bei dem Projekt mitwirken möchten“, sagt Petra Paul. Das Programm für diese Woche ist vielfältig. „Die Kinder werden gemeinsam einen Film drehen, es wird einen Tanzworkshop geben und auch eine Band soll gegründet werden. Diese kann dann selbst Lieder zum Klimawandel schreiben, die bei einer großen Abschiedsfeier vorgetragen werden“, berichtet die Lehrerin.

Außerdem müssen die Schüler bei einem interkulturellen Abend Deutschland und Schwaan vorstellen. „Alles auf Englisch, natürlich.“ Gerade hier sieht Petra Paul einen großen Pluspunkt für die Reise: „Die Schüler können einerseits über den Tellerrand schauen, andererseits sind sie auch gezwungen, Englisch zu sprechen.“ Das Ziel sei, dass die Schüler die Hemmungen, was den Sprachgebrauch angeht, verlieren. Auch soll die landeseigene Küche vorgestellt werden. „Deutsche Süßigkeiten sind sehr beliebt“, verrät Petra Paul.

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