zur Navigation springen

Allerhandverein : Initiative mit Vorbildcharakter

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Arbeitskreis der Enquete-Kommission traf sich im Allerhandhaus in Qualitz. Eindrücke fließen in Handlungsempfehlung ans Land

svz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Der Allerhandverein in Qualitz hat gestern ganz im Fokus der Landespolitik gestanden. Der Arbeitskreis der Linksfraktion der Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ hielt dort seine Klausurtagung ab. „Wir wollen uns das Projekt hier einmal genauer anschauen“, so Karen Strammer, stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission. Darauf aufmerksam geworden war der Arbeitskreis, nachdem die Initiatoren des Allerhandvereins diesen in Schwerin vorgestellt hatten. „Wir wollten herausfinden, wie das in der Praxis funktioniert“, so Strammer.

Am Anfang des gestrigen Treffens stand ein Rundgang über das Gelände. Barbara Wetzel und Bernhard Knierim vom Verein zeigten den Besuchern die Schmiede-Ecke und die Holzwerkstatt. Sie erklärten dem Arbeitskreis, welche regelmäßigen Angebote sie umsetzen und welche Pläne in Zukunft angegangen werden. Zu Letzterem gehört zum Beispiel ein Zeitungsprojekt, an dem sich die Einheimischen und alle Interessierten mit eigenen Beiträgen beteiligen können.

Darüber hinaus erfuhren die Mitglieder der Enquete-Kommission, dass viele Kinder und Jugendliche die Zeit in der Holzwerkstatt als Ausgleich zum Schulalltag nutzen und Kurse sowie Vorträge stets sehr großen Andrang hervorrufen. „Es ist für uns wichtig, mit dem Verein eine Querverbindung zu schaffen“, so Barbara Wetzel. Es gehe darum, verschiedene Generationen sowie auch Einheimische und Flüchtlinge gleichermaßen in die Projekte und Angebote einzubeziehen.

Aber auch kritische Punkte wurden nicht ausgelassen. So stellten Wetzel und Knierim heraus, dass die Vereinsarbeit an einigen Punkten – beispielsweise bei der Abrechnung von Projekten oder der Frage nach regelmäßigen Öffnungszeiten – an ihre Grenzen stößt. „Für gewisse Dinge bräuchten wir jemanden, der fest angestellt ist“, so Barbara Wetzel.

Im Anschluss diskutierten die Tagungsteilnehmer in den Vereinsräumen die Details des Vereinskonzeptes. Die Ergebnisse der Sitzung fließen dann später in eine Handlungsempfehlung an die Landespolitik ein. Letztlich gehe es darum, Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen, durch die bessere Bedingungen für das Ehrenamt entstehen können, erklärt Strammer. „Beim Allerhandverein scheint das Ehrenamt von der gesellschaftlichen Basis aus sehr gut zu funktionieren. Das ist sicher etwas, das auch woanders sehr gut klappen kann.“

Neben Kultur und Ehrenamt beschäftigt sich der Arbeitskreis „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ unter anderem auch mit den Themen Gesundheit, Pflege, Infrastruktur sowie Bildung und Arbeit im Alter. Jede Fraktion mache sich dazu ihre eigenen Gedanken, so Karen Strammer. „Am Ende wird ausgelotet, wie wir es dann schaffen, gemeinsame Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen