Kurzen Trechow : Initiative für neuen Spielplatz

Drei alte Spielgeräte stehen in Kurzen Trechow nahe des Sees. Besonders einladend finden die Kinder die Klettergerüste jedoch nicht. Ortsvorsteher Harald Krey, Mandy Engelmann (r.) setzt sich gemeinsam mit Nicole Schierning l.) und anderen Dorfbewohnern dafür ein, dass neue Spielgeräte errichtet werden.
Drei alte Spielgeräte stehen in Kurzen Trechow nahe des Sees. Besonders einladend finden die Kinder die Klettergerüste jedoch nicht. Ortsvorsteher Harald Krey, Mandy Engelmann (r.) setzt sich gemeinsam mit Nicole Schierning l.) und anderen Dorfbewohnern dafür ein, dass neue Spielgeräte errichtet werden.

Die Kurzen Trechower rufen zu Spenden auf, um im Frühjahr in Eigenregie neue Spielgeräte für die Kinder im Dorf anschaffen zu können

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22. November 2015, 15:48 Uhr

Der Spielplatz in Kurzen Trechow ist wunderbar gelegen. Der See ist nur einen Steinwurf entfernt, die Hauptstraße in sicherer Entfernung, ohne dass der Platz zu abgelegen ist. „Die Badestelle ist in direkter Nähe, das ist ideal. Viele Bützower Kinder besuchen die Kinder hier im Sommer“, berichtet der Kurzen Trechower Jens Frahs. Eigentlich perfekte Bedingungen. Das Problem ist der Spielplatz selbst, erklärt Mandy Engelmann, die sich gemeinsam mit anderen Dorfbewohnern dafür einsetzt, dass hier etwas passiert. Denn drei alte, rostige Spielgeräte stehen einsam auf dem Rasen. Das Laub hat sich inzwischen schwarz verfärbt. „Jetzt sieht der Spielplatz erst recht traurig aus“, meint Ortsvorsteher Harald Krey. „Hier ist seit der Wende eigentlich nichts passiert“, glaubt Jens Frahs. Der Wunsch, einen neuen Spielplatz einzurichten, besteht nicht nur deshalb schon länger.

Die drei verbliebenen Klettergeräte stehen unter Bestandsschutz, würden eine TÜV-Prüfung nach heutigem Maßstab jedoch nicht bestehen. Doch im Bernitter Gemeindehaushalt, dem der Ort zugeordnet ist, fehlen die Mittel für neue Spielgeräte. „Die Gelder werden der Gemeinde nie zur Verfügung stehen“, so Krey. Dass der Bedarf für einen neuen Spielplatz da ist, daran hat er keinen Zweifel.

„Es sind viele junge Familien im Dorf“, erklärt der Ortsvorsteher. Diese würden hier bauen und sich niederlassen. „Das zeigt, dass wir hier einen familienfreundlichen Umgang pflegen.“
 

Nun wollen die Kurzen Trechower selbst anpacken und rufen zu Spenden auf. Einige Gelder konnten bereits generiert werden. So wurde beim Herbstfest eine Klingelkasse aufgestellt, die 397 Euro einbrachte. „Wir haben im letzten Jahr in Eigenregie einen Volleyballplatz gebaut“, seien die Kurzen Trechower nicht untätig gewesen, so der Ortsvorsteher. Weitere Aktionen sind geplant. Zudem wird aktiv bei den Bürgern und Betrieben in der Region um Spenden geworben, auf die das Projekt dringend angewiesen ist. Einige Zusagen hätte er bereits, verriet Krey am Sonnabend.

Vorbild für den Spendenaufruf ist das Dorf Schlemmin, wo vor zwei Wochen der Startschuss für die Neugestaltung des Spielplatzes fiel. Die Schlemminer sammelten 14 000 Euro für einen Naturspielplatz, der zum großen Teil in Eigenregie aufgebaut wurde. Mandy Engelberg und Jens Frahs nutzten die Gelegenheit, um sich vor Ort ein Bild zu machen, Kontakte zu knüpfen und sich den Landschaftsarchitekten Jan Dobbelmann von Hobelzahngärten ins Boot zu holen. Mit ihm wollen sie in den nächsten Wochen den Spielplatz begehen, um zu sehen, was in Kurzen Trechow realisierbar ist.

Federtiere, einen Kletterturm, aber auch eine Schaukel, Rutsche und Sandkasten stellen sich die Eltern vor. Weil der Fußballplatz bereits mehrfach verlegt und irgendwann ganz gestrichen wurde, wünschen möchte das Dorf auch einen Bolzplatz einrichten. Dafür werden mindestens 10 000 Euro benötigt. Viele Anwohner wollen beim Aufbau helfen, um Kosten zu sparen. Auf die Dorfbewohner sei verlass, betont Krey.

Die Wintermonate wollen die Dorfbewohner nutzen, um die Planung voran zu bringen, um im Frühjahr mit der Realisierung beginnen zu können. In Schlemmin sei es auch gelungen einen Spielplatz in Eigeninitiative zu stemmen, so Krey. Deshalb seien die Kurzen Trechower zuversichtlich, in ihrem Ort bald selbst neue Spielgeräte aufstellen zu können.

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