zur Navigation springen
Bützower Zeitung

18. November 2017 | 17:14 Uhr

Bützow : Infopunkte werden bunt gestaltet

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die sprechenden Milchkannen der „Milchstraße Bützower Land“ werden verziert

svz.de von
erstellt am 23.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Grau und unscheinbar, das war gestern. Die sprechenden Milchkannen, die Informationspunkte des Tourismusprojektes „Milchstraße Bützower Land“, die im vergangenen Jahr aufgestellt wurden, sollen bunter und attraktiver werden. Dafür haben sich die Gemeinden und Landwirte Karl-Michael Constien ins Boot geholt.

„Es war auf den ersten Blick nicht erkennbar, dass es sich um eine Milchkanne handelt“, sagt der freischaffende Künstler aus Jürgenshagen. Zu diesem Urteil seien auch Einwohner der Gemeinden gekommen, in denen eine solche Kanne steht. „Es gab Stimmen von den Landwirten und den Gemeinden, die Info-Punkte hübscher zu gestalten“, sagt Amtsvorsteher Eckhard Krüger. Vor allem die Landwirte wünschten sich eine Verschönerung.

„Die Milchkannen sollen endlich ein Blickfang werden“, sagt Constien. Dafür rückt er ihnen mit Spraydosen und eigenen Ideen zu Leibe. „Die Motive habe ich mir ausgedacht. Die in das Projekt involvierten Bürgermeister und Landwirte machten ihre Anmerkungen und stimmten dann ab“, erzählt Constien.

Die Landwirte übernehmen die Kosten. Sie hatten zuvor auch schon den Eigenanteil der Kommunen übernommen. Denn die Touristschen Informationspunkte wurden über das Leaderprogramm gefördert.

„Jede Milchkanne bekommt ein individuelles Motiv. Hier in Rühn gibt es einen sehr regen Sportverein, besonders Fußball. Und die Kuh passt zur Milchstraße. Daraus entstanden die Kühe, die Fußball spielen“, erklärt Constien die Idee.

Rühn ist die zweite Station. Den ersten Anstrich bekam die Jürgenshagener Milchkanne. Dort prangt nun ein Storch, das Wappentier des Ortes. „Es ist schon eine zeitaufwendige Arbeit. Pro Objekt rechne ich mit rund einer Woche“, so Constien. Denn zunächst müsse eine Grundierung her. Wenn diese trocken ist, kommen die Motive wie zum Beispiel Kuh oder Storch. „Die Details kosten sehr viel Zeit, mindestens so viel wie flächendeckende Arbeiten. Zum Beispiel die Augen, die ich in einer für mich charakteristischer Art gestalten möchte“, sagt der Künstler. „Das ist mein Markenzeichen.“ Außerdem müsse das Wetter mitspielen. „Bei Regen kann ich mit dem Lackspray nicht effektiv arbeiten.“ Nach dem Abtrocknen sei die Farbe dann aber sehr wetterbeständig.

Die Motive sollen mehrere Wirkungen haben. „In erster Linie sollen sie natürlich die Leute anlocken. Mit der vielen Farbe stechen sie sofort ins Auge“, sagt Constien. Er sieht aber auch noch einen anderen Nutzen. „Es soll präventiv gegen Schmierereien schützen. Ich hoffe, dass die Leute sich an den bunten Bildern erfreuen und sie nicht bemalen“, sagt der Künstler.

Für ihn sei es eine „große Ehre“, dass er mit diesem Projekt beauftragt worden sei, sagt Constien. „Es ist immer toll, wenn ich in der Region so eine Arbeit machen darf.“ Immerhin sei es ja auch eine Würdigung seiner Person. „So werden meine Ideen belohnt.“

Neben dem Bemalen sollen auch noch farbig passende Fahrradständer die Milchkannen zum Touristenmagnet machen, wie Bernitts Bürgermeisterin Birgit Czarschka (SPD) erklärt. „Geplant sind große Rechtecke, die sowohl als Fahrradständer wie auch als Sitzbank genutzt werden können“, sagt die Bürgermeisterin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen