Bützow : In unsere JVA fließen Millionen

Die JVA Dreibergen Bützow ist 173 Jahre alt. 1515 Meter ist die Mauer rings um das JVA-Gelände lang.
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Die JVA Dreibergen Bützow ist 173 Jahre alt. 1515 Meter ist die Mauer rings um das JVA-Gelände lang.

Justizvollzugsanstalt Bützow wird sich in den nächsten zehn Jahren noch kräftig wandeln / Neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geplant

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12. März 2014, 17:28 Uhr

Bützow Es war der richtige Schritt in die richtige Richtung – der neue Leiter der Justizvollzugsanstalt Bützow ist seit 111 Tagen im Amt und meistert alle Aufgaben bislang mit einem freundlichen Lächeln. Und das soll auch so bleiben. Da ist sich der Jurist sicher. Viele Aufgaben lasten in diesen Tagen auf den Schultern von Dr. Jörg-Uwe Schäfer und Pressesprecher Jens Kötz. Denn ein Teil der JVA hat sich zur Großbaustelle gemausert und noch ist der Um- und Neubau lange nicht abgeschlossen. „Aber ich kann mich hier voll und ganz auf die Kollegen verlassen. Wir setzen alles daran, dass der gewohnte Alltag für die Insassen von den Bauarbeiten nicht betroffen ist“, versichert Schäfer. Der Umbau für die älteste JVA des Landes soll spätestens 2025 abgeschlossen sein.  „Die Sanierung des A-Flügels und auch der Neubau des H-Hauses – zusammen ist das ein Bauvolumen von rund 23 Millionen – sind nicht in ein oder zwei Jahren umzusetzen. Das bedarf schon einer längeren Planung und auch Bauzeit“, erklärt der JVA-Leiter. Sind die beiden Großbaustellen abgeschlossen, wird  der B-Flügel der Anstalt saniert. Die Haushaltsmittel sind dafür bereits angemeldet, sagte Kötz.

Auch eine große Arbeitshalle ist derzeit in Planung. Ausbildungs- und Arbeitsplätze sollen dort für rund 300 Insassen geschaffen werden. Momentan werden noch rund 100 Ausbildungsplätze für Gefangene mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert. „Irgendwann ist die Förderung zu Ende, dann müssen wir etwas anderes haben, denn über diese Aufgaben können sie wichtige Kompetenzen erlernen“, betont Schäfer.

Ab 2025 sollen dann die Verwaltungsgebäude im Außenbereich der JVA und die Pforte weichen.  Doch das ist ganz klar Zukunftsmusik, betont Dr. Jörg-Uwe Schäfer. Bis spätestens 2030 möchte er dann jedoch den Abschluss aller Baumaßnahmen feiern. Seine „neue“ Wirkungsstätte  soll dann mit den anderen in Deutschland auch von der Ausstattung mithalten können. Auf einem Gebiet ist er seinen Kollegen in der  Republik schon eine Nasenlänge voraus: „Die Mitarbeiter sind hier bestens qualifiziert und motiviert. So gute Mitarbeiter hatte ich bislang noch nie“, verteilt Schäfer Lorbeeren.

Katja Müller

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