In Schwaan rumpelt es

Kinderfest in Schwaan: Seine Zukunft ist ungewiss.
Kinderfest in Schwaan: Seine Zukunft ist ungewiss.

Diskussionen in der Stadtvertretung über „Amtsreport“ und Kinderfest.

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13. September 2019, 12:00 Uhr

In Schwaans Stadtvertretung läuft es noch nicht rund. Zwei Mal rumpelte es in der Sitzung am Mittwochabend deutlich. Zum einen wegen des neuen Mitteilungsblatts „Amtsreport“, für den eine Mehrheit der Kommunalpolitiker den Geldhahn der Stadt erst einmal zugedreht hat. Zum anderen ging es hoch her zwischen Ingelore Fiedler von der Fiedler-Fraktion und Maren Lüth, die als Linke mit den Unabhängigen Wählern Schwaan eine Zählgemeinschaft bildet.

Maren Lüth hatte beantragt, dass die Stadt am 1. Juni, dem Internationalen Kindertag, ein Kinderfest veranstaltet. Die bisherigen Feste der Linken habe „lediglich einen begrenzten Teilnehmerkreis“ erreicht. Ingelore Fiedler, die das Fest für die Partei bisher mit Ellen Scharberth federführend organisiert hatte, verlas eine Erklärung, in der sie ihre Betroffenheit darlegte. Und sie warf der Verwaltung vor, kein Geld zur Verfügung gestellt zu haben. Hauptamtsleiter Dirk Antelmann antwortete, dies sei als „unerlaubte Parteienfinanzierung“ gewesen. Die Stadtvertretung lehnte den Antrag Maren Lüths ab. Bei den Haushaltsberatungen wird das Thema wieder auf den Tisch kommen.

Zum „Amtsreport“ stellte Renee Recke (Bündnis 90/Die Grünen) den Antrag, dem Haushalt kein Geld für weitere Ausgaben zu entnehmen. Die Zusammenarbeit mit dem Schwaaner Stadtanzeiger sei weiter fortzuführen. Mit zehn zu sieben Stimmen wurde dieser Antrag angenommen. Dirk Antelmann sagte auf Nachfrage der Redaktion, dass die Stadt nur für die erste Ausgabe 980 Euro bezahlt habe, die Kosten für die zweite habe der Verlag übernommen. Die Stadtverwaltung habe dies für gut befunden, weil sie in dieser kostenlosen Ausgabe die Bürger auch über die Einführung des künftigen elektronischen Sitzungsdienstes habe informieren können.

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