Qualitz : In Qualitz beginnt die Zukunft

In der Gruppendarstellung zeigen die Mitglieder körperlich, was sie mit dem „Morgen“ assoziieren. Diese und andere thematische Elemente fließen in die Präsentation am Freitag ein.
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In der Gruppendarstellung zeigen die Mitglieder körperlich, was sie mit dem „Morgen“ assoziieren. Diese und andere thematische Elemente fließen in die Präsentation am Freitag ein.

Teilnehmer des Camps „Zu-Sammen-Kunft“ setzen sich mit Vorstellungen über die Zeit, die vor ihnen liegt, auseinander

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24. August 2016, 05:00 Uhr

Einen Blick in die Zukunft werfen zurzeit 15 Jugendliche und junge Erwachsene in Qualitz. Die Männer und Frauen setzen sich mit dem Thema in einem zweiwöchigen Camp unter dem Titel „Zu-Sammen-Kunft“ auseinander. Ihre Vorstellungen drücken sie in darstellenden Szenen, musikalischen Einlagen und Kunstobjekten aus. Interessierte können sich die Ergebnisse der Projektarbeit am Freitag ab 21 Uhr auf dem Gelände des Allerhandvereins in Qualitz ansehen.

„Wir gehen das Thema in zwei Schritten an. Auf der Makroebene beschäftigen wir uns mit der Zukunft im Großen und Allgemeinen. Auf der Mikroebene schauen wir dann, was Zukunft für jeden einzelnen von uns bedeutet“, erzählt Teilnehmerin Sophia Schützler. In der ersten Woche beschäftigten sich die Projektmitglieder vor allem mit wissenschaftlichen Ausführungen zum Thema. „Wir haben verschiedene Bücher gelesen wie etwa Die Post-Kollaps-Gesellschaft von Johannes Heimrath“, erzählt Schützler. Die Teilnehmer diskutierten seine Theorie, dass sich Veränderungen erst nach einem großen Kollaps durchsetzen. Diese und andere Überlegungen fließen in die Präsentation am Freitag ein, so Schützler.

Bis es so weit ist, sei noch einiges zu tun. „Wir möchten unsere Ergebnisse mit der Öffentlichkeit teilen, in dem Camp geht es aber in erster Linie darum, dass wir das Thema für uns erarbeiten“, sagt Schützler. Aus diesem Grund wurde der eigentliche Ablauf des Projektes auch erst zu Beginn des Camps gemeinsam besprochen. Dabei ergaben sich drei Hauptgruppen, in denen gearbeitet wird: Theater, Musik und Objekte. In den ersten beiden Bereichen seien immer mehrere Personen involviert, die Objekte sind vor allem Einzelarbeiten. „Dabei wird mit dem gearbeitet, was eben gebraucht wird – vor allem Holz und Metallschrott. Das Objekt ergibt sich erst, wenn man sich damit beschäftigt“, so Schützler. Gleiches gelte auch für die Auseinandersetzung mit den anderen Künsten. Die Teilnehmer präsentieren am Freitag kein Stück, das einem roten Faden folgt, sondern einzelne Szenen, die Zukunftsthemen zum Inhalt haben. So spielen etwa verschiedene politische Systeme und damit verbundene Massenversprechungen eine Rolle in der Darstellung.

Die Gründe, warum sich die Jugendlichen und Erwachsenen an dem Projekt beteiligen, sind unterschiedlich. „Eine Zukunft hat jeder, deswegen ist das Thema interessant“, sagt Jorinde Fritsch. Andere Teilnehmer sind mit Ängsten vor der Zukunft in das Camp gegangen, suchten die Gespräche, um Sorgen zu minimieren. Aber es seien auch andere Benken durch die Diskussion darüber enstanden, sagt Paul Grünler. Die Gruppe sei gezielt für das Camp zusammengestellt worden. „Wir wollten Leute dabei haben, mit denen wir auch gern zusammenarbeiten. Es gibt einen festen Kern ehemaliger Qualitzer, die dann weitere Teilnehmer eingeladen haben“, erzählt Schützler.

Was die Gruppe innerhalb der zwei Wochen erarbeitet hat, können sich Besucher am Freitag ansehen. Für Getränke und Sitzgelegenheiten zum Verweilen ist gesorgt.

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