Bützow : In der Rente Zeit fürs Ehrenamt

Der 54-jährige Dirk Höhlein leitet seit Februar das Bützower Polizeirevier.

Der 54-jährige Dirk Höhlein leitet seit Februar das Bützower Polizeirevier.

Dirk Höhlein verbringt seine Zeit gern an der Ostsee und hat an seinem Bürgermeister wenig auszusetzen

von
14. November 2015, 12:00 Uhr

Dirk Höhlein ist für viele Bützower ein bekanntes Gesicht, aber auch in Schwaan, Güstrow und Teterow kennen ihn viele Menschen. Der 54-Jährige ist seit Februar Leiter des Bützower Polizeireviers. Seit 1984 ist er Polizist.

Höhlein ist verheiratet und hat einen 25 Jahre alten Sohn sowie eine 20-jährige Tochter. SVZ-Redakteurin Sabine Herforth stellte ihm die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
An der Ostseeküste mit meiner Frau und da ist es egal wo, weil die Küste so viele reizvolle Plätze bietet.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Als gebürtiger und dort wohnender Güstrower bin ich mit „meinem“ Bürgermeister weitestgehend zufrieden und möchte ihm an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen für all das, was er in den Jahren seiner Amtszeit bis jetzt auf den Weg gebracht hat.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Auf der Dienststelle, dort sicherlich zum Leidwesen meiner Frau oftmals zu lange. Und natürlich zu Hause, im Kreise der Familie.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Schüler bei der Kartoffelernte in einer LPG in Schwaan.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Das habe ich gespart, um dann unter anderem einen Kassettenrekorder davon zu kaufen.

Was würden Sie gerne können?
Ein Instrument spielen können, vorrangig Klavier. Mich fasziniert das schon, wenn man Instrumenten auf so virtuose Weise Töne und ganze Lieder entlockt. Mein Vater ist in dieser Hinsicht ein Vorbild für mich. Er hatte als Schüler ein Instrument gelernt, hatte aber nie Zeit dafür. Als Rentner hat er es sich autodidaktisch wieder angeeignet.

Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit und das Fehlen von gegenseitigem Verständnis für die Belange des Anderen.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über die Witze meines ehemaligen Chefs, der ein begnadeter Witzeerzähler ist.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Unvernünftig ist es zu Rauchen, was hinlänglich bekannt ist und ich sollte es mir mal vornehmen, damit aufzuhören.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Da möchte ich nicht eine Person besonders hervorheben, sondern denke an all die Menschen, die oftmals aus vielerlei Gründen unter großen Schwierigkeiten ihr Leben meistern und gestalten müssen. Und das dann vor allem auch mit Bravour schaffen. Oftmals sind das dann auch Menschen, die darüber hinaus auch noch immer für die Anderen da sind.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese gerade „Lieber einmal mehr als mehrmals weniger“ von Dieter Moor. Das ist sehr humorvoll. Er ist ja Schweizer und schildert darin sehr anschaulich das Leben im brandenburgischen Dorf Amerika. Da kann man herzlich drüber lachen.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Das Nordmagazin und die Tagesschau beziehungsweise die Heute-Sendung, obwohl „nie“ sicherlich zu absolut ist, da immer mal was dazwischen kommen kann.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
In der Zeit als Schüler und Student habe ich keine Karnevalsfeier ausgelassen, wo Sie mich heute aber nicht mehr antreffen würden. Dann doch eher ab und an bei einem Fußballspiel, das aber eher selten.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Helmut Kohl. Denn die Wende habe ich ja live miterlebt, als Student in Leipzig. Vor Kurzem habe ich erst ein Buch von ihm über diese Zeit gelesen. Für mich ist das nach wie vor ein großer Staatsmann und Politiker gewesen.

Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Das Kochen liegt bei uns zu Hause in den Händen meiner Frau und das macht sie wunderbar, wie übrigens auch Kuchen. Wir sind da flexibel bei der Auswahl der Gerichte, vorrangig ist die deutsche Küche präsent, aber auch italienische und chinesische Gerichte gibt es.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Mit „Time of my Life“ aus Dirty Dancing verbinde ich die Zeit des Kennen- und Liebenlernens mit meiner Frau.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Die vielen Geschenke von meinen Kollegen aus Teterow und den dortigen Partnern der Polizei, aber auch von meiner Familie anlässlich meiner Verabschiedung vom Posten des Revierleiters in Teterow.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich war mit meiner Frau vor einiger Zeit in Portugal – wir waren so hin und weg. Da würden wir gerne noch mal hin.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Ich habe vor kurzem gelesen, man soll fünf Jahre vorher beginnen, sich Gedanken zu machen. Da habe ich also noch etwas Zeit. Aber ich würde mich sehr gern ehrenamtlich engagieren. Das finde ich sehr wichtig und vor allem habe ich dann die Zeit. Ich hoffe auch, dass ich dann schon Opa bin und mich um meine Enkel kümmern kann.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Dörte Thoms, Pastorin im Ruhestand. Sie wohnt jetzt zwar in Kröpelin, aber sie war jahrelang Pastorin in Güstrow. Ich habe sie bei der Konfirmation meiner Tochter kennengelernt. Sie lebt und vermittelt ihren Glauben mit großer Leidenschaft. Dazu ist sie eine hochgebildete, aber bescheidene Frau. Das finde ich unheimlich faszinierend.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen