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Bützower Zeitung

19. Oktober 2017 | 13:09 Uhr

Zepelin : Imker geben Entwarnung für Honig

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Amerikanische Faulbrut bei Prüzen festgestellt

svz.de von
erstellt am 05.Jun.2014 | 17:52 Uhr

Die Imker der  Region sind in diesen Tagen besonders wachsam. Regelmäßig kontrollieren Werner und Astrid Grigull ihren Bienenbestand. Die Amerikanische Faulbrut wurde in der Gemeinde Gülzow-Prüzen  festgestellt, informierte  jetzt das   Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises  Rostock.   Um den Ortsteil  Wilhelminenhof der Gemeinde Gülzow-Prüzen wird ein Radius von drei Kilometern als Sperrbezirk festgelegt. „Der Sperrbezirk umfasst die Ortsteile Boldebuck, Gülzow, Parum und Wilhelminenhof“, erklärte Kreissprecher Kay-Uwe Neumann.

Schnelles Handeln

 ist gefragtGrigulls sind von diesem Erlass noch nicht betroffen und treffen auch regelmäßig Vorkehrungen: „Wir schicken immer in bestimmten Abständen Futterkranzproben ein. Das sollten auch alle anderen Imker tun. So kann man bei eventuellen Infektionen schnell handeln“, erklärt Astrid Grigull.

Für die diesjährige Honigernte gibt sie jedoch Entwarnung: „Man kann ganz bedenkenlos den Honig essen, denn solche Krankheiten betreffen immer die Brut – den Bienennachwuchs. Das hat keinerlei Einfluss auf den Honig selbst“, betont sie.  Zudem sind ihre Bienen noch völlig gesund und die Ernte sei in diesem Jahr sogar besonders gut. Momentan sind die Zepeliner mitten in der Rapshonigernte. „Die kleinen Bienen waren wirklich fleißig.   Wir sind  sehr stolz auf unsere  Honigsammlerinnen“, erklärt die Zepelinerin.

 „In der Sommerzeit fliegen die Bienen bis zu drei Kilometer. Der betroffene Bereich ist deutlich weiter entfernt. Um aber ein Überschwappen zu verhindern, sollten alle Imker und auch die Hobby-Bienenhalter jetzt besonders wachsam sein“, appelliert Grigull an die Bienenbesitzer. Er rät allen, die sogenannten Futterkranzproben zu nehmen und an das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt  zu schicken. Von dort werden die Proben dann nach Rostock eine Untersuchungseinrichtung gesendet. „Das ist kein großer Aufwand und die Untersuchung ist kostenlos“, ergänzt der Zepeliner Imker.

Immer wieder gebe es Tierhalter, die ihre Bienen nicht beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt   angemeldet haben. „Das sollten sie jetzt bitte dringend tun“, betont Grigull. Auch  die Behörde ruft alle Bienenbesitzer auf, sich jetzt registrieren zu lassen. 

Imker müssen sich

dringend meldenImker, die das noch nicht gemacht haben, müssen sich unverzüglich unter der Nummer 03843 75539130 anmelden, so die Behörde. Zudem dürfen bewegliche Bienenstände von ihrem Standort im gesperrten Bereich nicht entfernt werden. „Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Honig zur Verfütterung an Bienen, Futtervorräte, Wachs, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden“, warnt die Amtsleiterin Elisabeth Dey.  Auch Bienenvölker oder Bienen in den Sperrbezirk zu bringen, ist  verboten. 

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