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Friedrichswalde : Im Seenland Wolfs-Rüde bestätigt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Laut Expertin Kristin Zscheile gelang der genetische Nachweis mittels Losung

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2014 | 18:20 Uhr

Was seit Jahren bereits vermutet wurde, ist jetzt Gewissheit: Ein männlicher Wolf hält sich Naturpark Sternberger Seenland auf. Exakt in der Region um Blankenberg. „Eine im Umfeld von Friedrichswalde genommene Losungsprobe, die genetisch untersucht wurde, bestätigte es“, so Kristin Zscheile. Sie ist im Güstrower Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie u.a. fürs Wolfsmonitoring zuständig.

Im Gegensatz zur Lübtheener Heide mit ihren Sandböden sei eine Spurensicherung im Bereich von Blankenberg bis hin zum Labenzer See viel schwieriger und faktisch fast nur im Winter bei guter Schneelage möglich. „Wir haben hier auch kein Fotofallenbild vom Rüden“, so Zscheile. Und dass, obwohl „zeitweise fünf bis sechs Fotofallen im Einsatz waren.

Im Moment sind es nicht so viele“, erklärt die Wolfsexpertin, die zugleich eine von insgesamt sieben Rissgutachtern in MV ist.

Frank Schmidt aus Blankenberg indes – seit 30 Jahren Jäger – hat den Isegrim gesehen, wie er gestern gegenüber SVZ bestätigte. „Am 10. September gegen Abend war ich eigentlich wegen der Hirsch-Brunft draußen im Wald bei Klein Görnow.“ Was Schmidt weiter berichtet, klingt fast nach Jägerlatein: „Ich sah in 75 Meter Entfernung zwei Schweine und im leichten Trott dahinter den Wolf. Ich habe ihn erst mit bloßem Auge und dann durchs Fernglas gesehen.“ Dass dies auch ein verwildeter Hund gewesen sein könnte, weist Schmidt von sich: „So groß ist kein Hund, das war ein Wolf! Ich bin mir sehr sicher“, betont das Mitglied der Hegegemeinschaft Weiße Krug. Zwischen Klein Görnow und Friedrichswalde liegen gerade einmal 2,5 Kilometer Luftlinie.

Bei Klein Görnow gab es bereits im April 2013 einen Rehriss, der mit einem Wolf in Zusammenhang gebracht wurde (SVZ berichtete). „Das konnte letztlich aber nicht hundertprozentig zugeordnet werden“, so Zscheile, die sich jetzt umso mehr freut, dass 2014 der Nachweis von Meister Isegrim im Sternberger Seenland gelungen ist.

Ein weiterer Einzelwolf hält sich in MV in der südlichen Müritzregion auf. „Der kommt eigentlich aus der Küritz-Ruppiner Heide im Brandenburgischen und ist seit 2008 standorttreu“, so Kristin Zscheile. Und im Mai 2014, so die Expertin, wurde eine Losungsprobe in der Retzower Heide südlich von Lübz gefunden. „Offen ist, ob sie von einem Wolf aus dem südlichen Brandenburg oder einem Durchwanderer stammt.“

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserer Mittwoch-Ausgabe.

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