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Studentinnen der Rostocker Designakademie besuchen Schwaan : Im Freien einfach nur kreativ sein

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Jessica Matz und Sophia Mey sind zwei der Studentinnen der "DA Designakademie Rostock", die eine Woche lang Schwaan besucht haben, um hier Skizzen und Bilder von Landschaft, Architektur und Menschen anzufertigen.

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erstellt am 07.Jun.2013 | 08:06 Uhr

Rostock/Schwaan | Konzentriert blickt Jessica Matz auf ihren Malblock. Immer wieder hebt sie ihren Kopf und schaut zu Sophia Mey, die ihr gegenüber sitzt. Die beiden sind zwei von fünf Studentinnen der "DA Designakademie Rostock", die eine Woche lang Schwaan besucht haben, um hier Skizzen und Bilder von Landschaft, Architektur und Menschen anzufertigen. "Wir müssen uns hier selber ein Motiv suchen, im Studium bekommt man dagegen oft ein Bild vorgegeben", sagt Jessica. Zudem sei es auch anders, bei Sonne zu malen und nicht im Zimmer zu sein, fügt sie hinzu. Sie besucht seit anderthalb Jahren die Akademie und ist zum ersten Mal bei der Malexkursion dabei.

Geleitet wird der Ausflug von Maler Hans W. Scheibner. Er kennt einige der Teilnehmerinnen schon von den vergangenen Jahren, gibt immer wieder hilfreiche Tipps. "Wir hatten uns mit unserer Staffelei am Mittwoch vor den Eingang der Ospa-Filiale hingestellt, haben Porträts gemalt und wurden von sehr vielen Leuten angesprochen", erzählt Scheibner. Die Teilnehmerinnen sollen selbständig werden, nennt er ein Ziel des Ausflugs. Das Kreditinstitut sowie der Förderverein Kunstmühle unterstützen die Studenten bei ihrem Aufenthalt in Schwaan. Natürlich seien auch Bilder entstanden, die für einige Tage in den Räumen der Filiale des Kreditinstitutes hingen.

"Ich habe sogar zwei Bilder verkauft", sagt Sophia Mey. Sie sei in Schwaan immer sehr produktiv, habe schon mehrere Bilder fertig gestellt. Auf sie wie auch die anderen jungen Malerinnen scheint der Aufenthalt eine besondere Ausstrahlung zu haben. "Die Sorgen und Ängste sind hier weg, hier muss man nur kreativ sein und kann ohne nachzudenken malen, sich selbst freien Lauf lassen", beschreibt sie. "Hier passiert etwas mit einem, was sonst nicht so ist", sagt Nora Lienemann. Zudem habe es einst eine Künstlerkolonie in Schwaan gegeben, und hier kommen auch sie nur wegen des Malens zusammen, fügt sie hinzu.

Lienemann, Mey sowie Dörte Rutsch sind zum dritten Mal bei diesem Ausflug dabei und nutzten noch einmal die Exkursion vor ihren Abschlussprüfungen, um Kraft und Ideen zu sammeln. Dabei stellen sie selbst einige Veränderungen an ihrer eigenen Malweise fest. "Ich habe jedes Jahr den ,Waldweg hinter der Kunstmühle aufs Papier gebracht und im Laufe der Jahre geht man anders an das Motiv heran", schildert sie. Mit der Porträtmalerei ist sie bis zur Mitte der Woche noch nicht so weit gekommen. Bei Nora Lienemann stockt es in der Woche eher mit dem Malen. Deswegen hat sie zunächst gezeichnet, viele Skizzen angefertigt. Dazu zählen auch die beiden Bilder, auf denen Maria und Kurt-Edgar Schlenger, die Otto Bartels gezeichnet hat. " Ich möchte eine neue Darstellungsvariante der beiden Porträts finden", sagt die 24-Jährige und deutet auf die Skizze in ihrem Block, bei der ein Gesicht in das andere überfließt. Eine Arbeit, die eventuell auch bei den Abschlussprüfungen hilft.

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