Bützow : Im europäischen Konzert mitspielen

Kirche mit Solardach: Damit war die Kirchengemeinde in Zernin vor Jahren ein Vorreiter. Auch für dieses Gotteshaus soll im Rahmen der Mitgliedschaft im Verein „Europäische Route der Backsteigotik“ verstärkt Werbung betrieben werden.
Kirche mit Solardach: Damit war die Kirchengemeinde in Zernin vor Jahren ein Vorreiter. Auch für dieses Gotteshaus soll im Rahmen der Mitgliedschaft im Verein „Europäische Route der Backsteigotik“ verstärkt Werbung betrieben werden.

Gemeinden, Kirchengemeinden und Vereine des Amtes Bützow-Land treten Verein „Europäische Tour der Backsteingotik“ bei

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03. Januar 2018, 12:00 Uhr

Gemeinden und Vereine aus dem Amt Bützow-Land wollen mit ihren historischen Bauten noch mehr Werbung betreiben. Deshalb haben sie sich entschlossen, dem Verein „Europäische Route der Backsteingotik“ (siehe Infokasten Hintergrund) beizutreten. Dafür nehmen sie zusammen jährlich 2500 Euro in die Hand.

Der Verein wurde vor mehr als zehn Jahren gegründet. Ihm gehören mittlerweile Städte in Deutschland, Polen und Dänemark an. Dazu gehören unter anderem Güstrow, Bad Doberan, aber auch Stettin und Danzig (Polen). „Für uns als Region kann die Mitgliedschaft einen hohen Sichtbarkeitsfaktor bedeuten, in dem die Region ,Bützower Land’ zwischen den gotischen Anziehungspunkten Wismar, Bad Doberan und Güstrow ebenfalls als architektonisch einzigartig wahrgenommen wird“, sagt Stadtsprecherin Katja Voß.

Neben Bützow gehören die Gemeinden Baumgarten, Bernitt, Klein Belitz, Tarnow, die Kirchengemeinden Bützow und Baumgarten sowie die Fördervereine Stiftskirche Bützow und Kloster Rühn zum Verbund des Amtes. Sie versprechen sich damit vor allem „einen touristischen Vorteil aus der besonderen Architektur“. So können sie mit der Stiftskirche Bützow – einem Nationalen Kulturdenkmal – punkten, ebenso mit der riesigen Backsteinkirche zu Neukirchen, aber auch mit kleineren Gotteshäusern wie zum Beispiel in Laase, Qualitz und Moisall mit ihrem besonderen Charme.

Der Verein erstelle zum Beispiel Reiseführer und Flyer mit einer Auflage von bis zu 50 000 Stück, die gezielt verteilt werden, unter anderem auf Tourismusmessen wie der CMT in Stuttgart, erklärt Katja Voß. Sie sieht aber noch einen anderen Aspekt in diesem gemeinsamen Auftritt als Mitglied in dem europäischen Verein: „Solch ein Gemeinschaftsprojekt und eine Zusammenarbeit von Touristikern, Verwaltung, Gemeindevertretungen, Kirchengemeinden und Vereinen bedeutet immer einen Vorteil für eine Region, der in einer Attraktivitätssteigerung münden sollte“.

Eine solche Zusammenarbeit könnte zum Beispiel auch dazu führen, dass Besucher, die als Tagesgäste die Stiftskirche besuchen, ins Umland weiterreisen und so zu Übernachtungsgästen werden, ist eine der Hoffnungen.



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