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Bützower Zeitung

16. Dezember 2017 | 04:42 Uhr

Bützow : „Ich wurde sehr gut aufgenommen“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die 32-jährige Johanna Levetzow ist seit dieser Woche die neue Pastorin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Bützow hat ein neues Gesicht: Johanna Levetzow ist in dieser Woche die Pastorenstelle angetreten, die seit der Pensionierung von Karl-Martin Schabow vakant war. Für die 32-Jährige ist es die erste Pfarrstelle nach dem Vikariat, der praktischen Ausbildungszeit. „Ich bin aufgeregt. Deswegen ist es gut zu wissen, dass ich die Nachfolge von jemandem antrete, der so viel getan hat für die Gemeinde.“

Die theoretischen Grundlagen hat sich Johanna Levetzow, die ursprünglich aus Rerik stammt, während des Theologiestudiums in Bielefeld und Berlin angeeignet. Das zweieinhalbjährige Vikariat im Anschluss an das Diplom absolvierte sie in der Lübecker Domgemeinde. „Ich konnte mir aber immer sehr gut vorstellen, wieder nach Mecklenburg-Vorpommern zurückzukehren“, erzählt Johanna Levetzow. Dass sie letztlich nach Bützow gekommen ist, freue sie sehr. „Es ist ein großes Geschenk in einer Stadt mit so einer beeindruckenden Kirche arbeiten zu dürfen.“ Besonders freue sie sich darüber, dass es in der Gemeinde einen so großen Chor gibt. „Ich werde versuchen, so oft wie möglich dort vorbeizuschauen.“

Die Liebe zur Musik begleitet Johanna Levetzow schon lange. Schon als Schülerin habe sie in Mecklenburger Dorfkirchen Musik gemacht. Ihre zweite Leidenschaft gilt der Natur. Ihre Reisen – mit ihrem Lebenspartner unternimmt sie besonders gern Paddeltouren – hätten sie unter anderem schon nach Schweden, Finnland und Polen geführt, erzählt die 32-Jährige. „Für mich ist es einfach ein spiritueller Ort. Wenn ich mich in der Natur aufhalte, merke ich, dass es etwas Größeres gibt als mich selbst.“

Obwohl dieses Lebensgefühl schon immer ein Teil von ihr ist, war die Pastorenlaufbahn für Johanna Levetzow nicht die erste Wahl. „Ich habe in Bielefeld erst ein Soziologiestudium angefangen“, erzählt sie. Ihr Glaube, die Faszination für Kirchengebäude und nicht zuletzt das Interesse an Musik hätten sie dazu gebracht, es doch mit dem Theologiestudium zu versuchen.

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung warten nun viele neue Herausforderungen auf die neue Pastorin. Das Team der Gemeinde steht ihr dabei tatkräftig zur Seite, bereitete ihr beim Amtsantritt in dieser Woche einen herzlichen Empfang mit einem bunten Willkommensschild an der Eingangstür des Pfarrhauses. „Ich bin sehr dankbar, dass ich so gut aufgenommen wurde“, sagt Johanna Levetzow. Generell seien viele Leute auf sie zugekommen und hätten ihr signalisiert, dass sie sich sehr auf die Zeit mit ihr freuen.

Die Anfangszeit ihrer Pastorentätigkeit will Johanna Levetzow bewusst im Zeichen des Kennenlernens gestalten. Sie sagt: „Am Anfang geht es vor allem darum, auf die Gemeinde zuzugehen und festzustellen, wie man in Zukunft miteinander arbeiten und umgehen möchte.“ Die erste Gelegenheit, sich ein Bild voneinander zu machen, gibt es am 14. Februar. Dann hält Johanna Levetzow ihren ersten Gottesdienst ab – ausnahmsweise in der Reformierten Kirche. „Das ist gleichzeitig der Abschluss der Kinderbibelwoche. Der Gemeindesaal, wo sonst die Winterkirche stattfindet, ist für all die Kinder und Eltern, die dabei sein sollen, zu klein.“

Dass das Miteinander in der Gemeinde gut klappt, bezweifle sie nicht. „Durch die freundlichen Begegnungen sind viele meiner Ängste schnell verflogen.“ Sie hoffe nun, der Aufgabe als Pastorin auch gerecht zu werden. Am Ende habe sie aber ein gutes Gefühl bei allem. „Ich war früher schon öfter in Bützow. Aber als ich das erste Mal in die Stadt fuhr, mit dem Wissen, dass ich bald hier lebe, habe ich den weißen Stern auf dem Dach der Kirche gesehen und hatte gleich ein sehr gutes Gefühl. Das war für mich ein Zeichen dafür, dass hier alles gut wird.“

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